Rull de Waak

Der AVL in allerletzter Zeit

Aktivitäten

Nach der Konsolidierung wuchs der Verein und baute seine Aktivitäten zusehends aus, einige Beispiele:

  • John Sliepen, der den AVL bei der Karlspreisverleihung an das luxemburger Volk am 8. Mai 1986 im Rathaus vertritt, und seinem Nachfolger Romain Weydert gelingt es auch dem Vorstand des AVL wieder ein seriöseres Image zu geben, seither steht kaum ein Luxemburger mehr abseits des AVL (4/5 der Luxemburger sind Mitglied des AVL). Weydert vereinigt Popularität und diplomatisches Geschick. Er organisiert einen Luxemburger Weinstand auf dem Marktplatz am 3.11.1990, dem Tag der deutschen Wiedervereinigung und er holt den Unterrichtsminister und die Abiturienten nach Aachen. (1991)
  • 1984 führt Henri Kox die “Aweihung” wieder ein, bis 1988 in der MOB, 1989, 1990 und 1991 im Malteserkeller.
  • 1988 organisiert Sportminister Alain Kieffer alias Sabbely den ersten “Staffellaaf” nach Luxemburg.
  • 1990 verpflichtet sich der AVL im kommenden Jahr den Tournoi de l’Ambassadeur auszurichten. Um Geld hierfür aufzutreiben wird nun ein “Bal”, eigentlich eher eine Disko, im Melusina in Clausen abgehalten.
  • 1990 gibt André Schwarz die erste Zeitung heraus. Seit 1991 heißt sie “Um Karel”, hat den Charakter eines Memorial, wird kostenlos an die Mitglieder verteilt. Ihr Erfolg gründet hauptsächlich auf den abgebildeten Fotos, Satire oder Gesellschaftskritik sind eher selten.
  • 1991 wird der AVL eine asbl.
  • 1991 dichtet Marcel Belche das “Lidd vum Oochener Student” damit hat der AVL seine eigene Hymne.
  • Ab 1994 veranstaltet der AVL einen zweiten Bal um Ostern, diesen in eigener Regie.
  • Ab 1996 ist der AVL auf Betreiben von Tom Mannes auch im Internet vertreten. Welche Folgen das für das Vereinsleben haben wird muß sich noch zeigen.
  • 1994 kamen die ersten Portugiesen aus Luxemburg nach Aachen. Dies ist sehr zu begrüßen weil der AVL damit das Bild der Luxemburger Bevölkerung besser wiedergibt.

Außenpolitik

Dies war für die Ära Bemtgen ein Fremdwort. Obwohl gerade einer seiner Mitarbeiter Lucien Conrardy alias UFO an der Neubelebung derANEIL beteiligt war. Deren Aktivitäten hatten von 1977 bis 1981 geruht. In der ANEIL haben Aachener in den letzten Jahren keine allzu große Rolle gespielt, auch wenn Aachen die größte Ortsgruppe in der ANEIL stellt.

Nach dem Niedergang von ASSOSS, ALUC und UNEL waren die, von den Studentenfunktionären gerne “Folklorevereine” geschmähten Clubs an den einzelnen Universitäten die einzigen Zusammenschlüsse welche noch eine größere Zahl von Studenten aktivieren konnten. Sonja Bemtgen aus Louvain-la-Neuve kam schon am 1.12.1976 mit dem Vorschlag einer Versammlung aller Vorstände zur Zusammenarbeit etwa bei der Abiturienteninformation oder auf sportlichem Gebiet. Aachen zeigte Interesse doch die Sache verlief sich im Sande. 1984 hatten Studenten aus Karlsruhe die gleiche Idee und etwas mehr Erfolg. Sie hoben die Réunion européenne des étudiants luxembourgeois (REEL) aus der Taufe. Schon auf der ersten 1985 wurde dann die Gründung eines Dachverbandes der “Folklorevereine” beschlossen. Die Geburt der Association des Cercles d’ étudiants Luxembourgeois (ACEL)1 . Ohne daß es den Leuten bewußt war hatten sie in etwa das Konzept der UNEL der 50er kopiert, allerdings mit einem viel rigideren Föderalismus (one club, one vote) mit allen bekannten Vor- und Nachteilen. (Etwa daß auf diese Weise die Delegierten Leute wählen die der Masse nicht bekannt sind!)

Schnell war von Ministerium, Studenten, deren gewieften Funktionären und allmöglichen Lobbyisten gleichermaßen erkannt worden daß sich hier wahrlich eine (theoretisch) die Mehrheit umfassende nationale Studentenorganisation gebildet hatte. Durch die große Aufmerksamkeit, welche die REEL ihr verschafft, fand die ACEL viele Sponsoren, insbesondere unter den Banken. Diese Nähe ist ihr oft vorgeworfen worden. Der AVL, Beobachter von Anfang an, ist seit 1986 Mitglied der ACEL und war noch auf jeder REEL gut vertreten. Im Vorstand der ACEL spielten Aachener kaum eine Rolle.

Die UNEL, 1984 ebenfalls reformiert, bietet heute wieder Platz für alle Richtungen, insbesondere seit dem Untergang des Kommunismus als Staatsform in Osteuropa 1989-91. Sie ist aber sehr klein, wobei Aachen fast eine UNEL -Hochburg ist.

In Aachen selbst gab es zu anderen Vereinen nur sportliche Kontakte, selten auch rein “festliche” etwa das denkwürdige “Europafest” der Turnerschaft Rheno-Borussia 2 im Jahre 1992. Gute Beziehungen gab es Anfang der 90er zu dem Verein der Belgier “Belania” und zu denen der Niederländer AV Hollandia (Maastrichter) und KAV. Alkuinus 3 (Grenzgänger) welche in den Jahren 1990-1994 den AVL beim Staffellaaf unterstützten.

Erinnern wir uns an die 1995 geplante BeNeLux-Fete der vier Vereine in der MOB, aus der aber nur eine NeLux-Fete wurde. (AVL und Alkuinus)

Kneipen
1972 – 1985 Apfelbaum” am Hühnerdieb. Er wurde von dem Luxemburger Victor Jungbluth alias Zaff geführt. War ein recht siffiges Lokal, aber bei Studenten, Prostituierten und anderen Nachteulen sehr beliebt.
1970 – 1978 Gaststätte “Bei Reulen” Sandkaulstraße.
1975 – 1982 “Beim Théo” am Westbahnhof
1980 – 1992 “Café Molkerei” (nachmittags) abgelöst durch “Café Kaktus”
1981 – 1991 “Rethel Pub” Rethelstraße. Sehr berüchtigt! Hier wurden die unbedachten Studenten abends dazu verleitet auf die Tische zu steigen, wo sie unter Gegröle einen “à fond” (ad Fundus) exercieren mußten.
1991 – heute(1997) “Café Kaktus” Pontstrasse. Kannte bisher bereits zwei Luxemburger Kellner.

Danksagung

Die folgenden Personen waren durch ihre Aussagen, Bereitstellung von Hilfsmitteln
oder durch ihre Mitarbeit an der Erstellung der Festschrift beteiligt:

  1. Zeitzeugen

    Zeuge berichter Zeitraum besonderes, zusätzliches
    Heisbourg Hubert 20er
    Seeburger Alfred 20er
    Zander Egon 20er/30er mehrjähriger Brieflicher Kontakt
    Funck André 30er
    Putz Norbert 30er
    Robert Schanen Student im 2. Weltkrieg
    Thielen Jean Neugründung (50er)
    Conter Roland Neugründung (50er)
    Heusbourg Jean 50er Fuchs von Loesch Robert, Übermittlung von dessen Archiv.
    Kremen François 50er
    Edgard Steffes 50er Sohn von Paul Steffes
    Santer Gilbert späte 50er/frühe 60er
    Jean-Louis Knaff späte 50er/frühe 60er Sohn von Knaff Emile.
    Quintus Jean 70er
  2. Angehörige und Nachfahren

    Name Verwandter von
    Madame Jean Tonteling Witwe von Jean Tonteling
    Madame Louis Kesseler Witwe von Louis Kesseler
    Madame Hubert Heisbourg Witwe von Hubert Heisbourg
    Madame Joseph Damman Witwe von Joseph Damman
    Eduard Michels Erbe von Léon Thill
    Guy de Muyser Enkelsohn von de Muyser Constant

    Neffe von de Muyser Erneste

    Nelly Moia Tochter von Moia Jean

    Schwester von Marco Moia

    Norbert Mergen Sohn von Mergen Camille
    Bob Frommes Schwiegersohn von Arend Jules al. Lull
    Jean-Luc Mousset Enkel von Mousset Camille
  3. Hilfe bei der Literaturrecherche

    Frau Dr. Lutz Leiterin des Hochschularchivs
    Frau Brumund WiMi am Hochschularchiv
    Reinhard Roericht ehemaliger Pressesprecher der RWTH
    das Corps Montania
  4. Hilfe bei Redaktion und Drucklegung (1997)

    André Detaille, Dit Busch, Marco Ensch, Alex, Rukawina, Serge Simon, Corinne Stephany, Maurice Theis, Gérard Thiel, Fränk Thomé, Mike Wolter

  5. Das studentische Organisationscomité 1997

    Folgende waren Mitglieder:

    • P: Christian Schröder
    • S: André Detaille
    • T: Mike Wolter
    • M: Michel Asorne
    • M: Claude Bellot
    • M: Serge Calteux
    • M: Daniel Erpelding
    • M: Serge Simon
    • M: Maurice Theis
    • M: Alain Wagner
  1. Nicht zu verwechseln mit der Associations catholique des étudiants luxembourgeois ACEL von 1910. Die nennt sich heute ALUC. []
  2. Kontakte auch Mitte der 70 er belegt. []
  3. Nach dem Hofgeistlichen von Karl dem Großen Alcuinus, Begründer von Karls “Academici” []

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