Textheft zum Festkommerz 1922


Deckblatt Festkommers 1922
Druckbare Fassung

Textheft zum Festkommers zum 25. Stiftungsfest des AV d’Letzeburger.
Vermittelt von Robert Klopp, Enkel von Pierre Klopp der am Kommers teilnahm

Salamander-Komrnando :

„Ad exercitium salamandri! Sind die Stoffe präpariert?”
Korona erwiedert : „Sunt!”
1-2-3 los! (nach los trinken).
1-2–3 (während 1 und 2 wirbeln und bei 3 aufsetzen).
1-2–3 (bei 3 nochmals aufsetzen).
„Salamander ex!”

  1. Ergo bibamus!

    1. Hier sind wir versammelt zu löblichem Tun, drum, Brüderchen, ergo bibamus!
      Die Glüser, sie klingen, Gespräche, sie ruhn; beherziget: ergo bibamus!
      Das heißt noch ein altes, ein tüchtiges Wort, es passet zum ersten und
      passet so fort und schallet, ein Echo, vom festlichen Ort, ein herrliches:
      ergo bibamus!:,:
    2. Mich ruft mein Geschick von den Freunden hinweg: ihr Redlichen, ergo
      bibamus! Ich scheide von hinnen mit leichtem Gepäck, drum doppeltes: ergo
      bibamus! Und was auch der Filz von dem Leibe sich schmorgt, so bleibt für
      den Heitern doch immer gesorgt, Weil immer dem Frohen der Fröhliche borgt;
      drum, Brüderchen: ergo bibamus!
    3. Was sollen wir sagen zum heutigen Tag? Ich dachte nur: ergo bibamus! Er
      ist nun einmal von besonderem Schlag, drum immer aufs neue: bibamus! Er
      führet die Freude durchs offene Tor, es glänzen die Wolken, es teilt sich
      der Flor, da scheint uns ein Bildchen, ein göttliches, vor, wir klingen
      und singen: bibamus!
      Goethe. 1810.
  2. Hundert Semester.

    1. Als ich schlummernd lag heut Nacht, lockten süße Träume, schimmernd in der
      Jugend Pracht, mich in ferne Räume. Krasses Füchslein saß ich schlank in
      der Kneipe wieder, und in vollem Chore klang faut das Lied der Lieder:
      Gaudeamus igitur, iuvenes dum sumus! post iucundam iuventutem, post
      molestam senectutem :,: nos habebit humus. :,:
    2. Tabakswolkenduft umkreist blüulich Rheinweinbecher; desto heller flammt
      der Geist in dem Haupt der Zecher. Füchslein fühlt im Weltenrund sich der
      Schöpfung Krone; und er singt mit keckem Mund und mit keckem Tone: Ubi
      sunt qui ante nos in mundo fuere? Vadite ad superos, transite ad inferos,
      ubi iam fuere.
    3. Jäh erwacht ich. — Glockenklar tönt mir’s in den Ohren: Heut sind’s runde
      siebzig Jahre, seid du wardst geboren. Heut schon liegen hinter dir der
      Semester hundert! — Hell rieb ich die Augen mir, summte still verwundert:
      Vitra nostra brevis est, brevi finietur, venit mors velociter, rapit
      atrociter, nemini parcetur.
    4. Schnell vom Lager sprang ich auf, rief: Mir hat das Leben viel in seinem
      kurzen Lauf, Leid und Lust, gegeben. Sei vergessen, was gedrückt mich mit
      Sorg und Plage; heut ein Hoch dem, was beglückt meine jungen Tage: Vivat
      academia, vivant professores, vivat membrum quodlibet, vivant membra
      quaelibet, semper Sint in flore!
    5. Goldne Burschenzeit entflog schnell — daß Gott erbarme! — Ledern
      Philisterium zog mich in dürre Arme. Doch philistern lernt ich nicht,
      hoch, auf goldnen Schwingen, trug mich Lieb zum Himmelslicht, jubelnd
      durft ich singen: Vivant omnes virgines, graciles, formosae! vivant et
      mulieres, tenerae, amabiles, bonae, laboriosae!
    6. Weib und Kinder an der Hand, freut ich mich des Lebens; nützlich sein dem
      Vaterland, ward das Ziel des Strebens. Konnte sich’s zum Paradies auch
      nicht ganz gestalten, Treue, die ich ihm erwies, hat’s mir doch gehalten.
      Vivat et respublica et qui illam regit! Vivat nostra civitas, maecenatum
      caritas, quae nos hic protegit.
    7. Im lateinschen Liede sang heut ich alter Knabe meines Lebens ganzen Gang
      von der Wieg zum Grabe; komme, wann du willst, Freund Hein, mich zur Ruh
      zu bringen; doch, wie einst als Füchselein, will der Greis noch singen:
      Pereat tristitia, pereant osores, pereat diabolus, quivis antiburschius,
      atque irrisores !

    Preisgedicht von Adolf Katsch. 1885.

  3. An den Rhein.

    1. Mit meiner Mappe unterm Arm wollt ins Kolleg ich ziehn, doch ach, die
      Frühlingssonne hell so gar verlockend schien, es sprach der Wald, ein
      jeder Zweig: „Hinauf auf unsre Berge steig!” :,: Da war’s um mich
      geschehn.:,:
    2. Und wieder lenkt ich meinen Schritt zur Universität, da auf der Straße
      grad mein Aug ein Mägdelein erspäht; das schaute mich hold lächelnd an,
      nur kurze Zeit ich mich besann, da war’s um mich geschehn.
    3. Und wieder spürt ich Studienlust trotz heißem Sonnenbrand, die Kehle davon
      trocken ward, am Weg ein Wirtshaus stand, drin hört ich lustgen
      Burschensang, drin tönte lauter Gläserklang, da war’s um mich geschehn.
    4. O Rhein mit deiner Frühlingsonn, mit deinen Mägdelein, o Rhein mit deinen
      Kneipen all, mit deinem goldnen Wein, du Rhein läßt keinen Burschen frei,
      zwingst sie, wie die Lorelei, um alle ist’s geschehn.

    L.Behr.

  4. Burschenleben.

    1. Zieht der Bursch die Straß entlang, drängt sich alles, ihn zu schauen, und
      es lauschen dem Gesang an den Fenstern schöne Frauen. Vater, schließ die
      Läden zu! Mutter, hüt dein Mädchen du! Blickt er gleich so brav und gut,
      ein Student hat leichtes Blut. Wer keine Sorge je und kein Verzagen weiß
      und wer sich rasch erstürmt des Lebens kecken Preis, wer ständig
      lichterloh, doch nie zu Ende brennt, lebt seinen Jugendtag als richtiger
      Student ! ja! als richtiger Student.
    2. Sitzt der Bursch beim klaren Wein, fühlt er heidnisch Götterleben, und in
      süßen Melodein sieht er goldne Träume schweben. Spiele .schneller,
      Musikant, flinkes Lieschen, sei zur Hand! So ein Glas ist nicht genug,
      bring mir Wein im Deckelkrug! Wer keine Sorge je und kein Verzagen weiß,
      und wer sich ‘rasch erstürmt des Lebens kecken Preis, wer Bacchus
      Schutzpatron und Schenke Heimat nennt, lebt etc.
    3. Tritt der Bursche auf Mensur, steht er da in stolzer Freude, und er
      zeichnet seine Spur mit des Schlägers scharfer Schneide. Sekundant, ruf
      ,noch nicht Halt, ich verzichte nicht so bald, laß mich laß mich spähn,
      heute soll’s auf Abfuhr gehn! Wer keine Sorge je und kein Verzagen wei,
      und wer sich rasch erstürmt des Lebens kecken Preis, wer Frohsinn seine
      Kraft und Kämpfen Freude nennt, lebt etc.
    4. Geht der Bursch in Amt und Stand, ist er auch noch zu was nütze, doch an
      seiner Klause Wand hängt er Band und bunte Mütze. Nun versuch es,
      Werktagslast, zwieble ihn, bis du ihn hast, doch er weiß sein schönes
      Glück, findet seinen Weg zurück. Wer keine Sorge je und kein Verzagen
      weiß, und wer sich rasch erstürmt des Lebens kecken Preis, wer sich als
      alter Herr doch stolz als Bursch bekennt, der bleibt sein Leben lang
      richtiger Student! ja! ein richtiger Student.

    Ed. Heyck.

  5. Burschen, heraus!

    1. Burschen, heraus ! Laßt es schallen von Haus zu Haus!
      Wenn der Lerche Silberschlag grüßt des Maien ersten Tag, dann
      heraus, und fragt nicht viel, frisch mit Lied und Lautenspiel!
      Burschen, heraus!
    2. Burschen, heraus! Laßt es schallen von Haus zu Haus!
      Ruft um Hilf die Poesei gegen Zopf und Philisterei, dann heraus
      bei Tag und Nacht, bis sie wieder frei gemacht! Burschen, heraus!
    3. Burschen, heraus ! Laßt es schallen von Haus zu Haus!
      Wenn es gilt fürs Vaterland, treu die Klingen dann zur Hand,
      und heraus mit mutgem Sang, wär es auch zum letzten Gang!
      Burschen, heraus!

    Seit 1847 bekannt.

  6. Rückblick eines alten Burschen.

    1. 0 alte Burschenherrlichkeit! wohin bist du verschwunden? Nie kehrst du
      wieder, goldne Zeit, so froh und ungebunden!
      Vergebens spähe ich umher, ich finde deine Spur nicht mehr. O jerum,
      jerum, jerum, o quae mutatio rerum !
    2. Den Burschenhut bedeckt der Staub, es sank der Flaus in Trümmer, der
      Schläger ward des Rostes Raub, erblichen ist sein Schimmer, verklungen der
      Kommersgesang, verhallt Rapierund Sporenklang. O jerum etc.
    3. Wo sind sie, die vom breiten Stein nicht wankten und nicht wichen, die
      ohne Spieß bei Scherz und Wein den Herrn der Erde glichen? Sie zogen mit
      gesenktem Blick in das Philisterland zurück. O jerum etc.
    4. Da schreibt mit finsterm Amtsgesicht der eine Relationen, der andre seufzt
      «beim Unterricht, und der macht Rezensionen, der schilt die sündge Seele
      aus und der flickt ihr verfallnes Haus. O jerum etc.
    5. Allein, das rechte Burschenherz kann nimmermehr erkalten ; im Ernste wird,
      wie hier im Scherz, der rechte Sinn stets walten; die alte Schale nur ist
      fern, geblieben ist uns doch der Kern, und den laßt fest uns halten! O
      jerum etc.
    6. Drum, Freunde! reichet euch die Hand, damit es sich erneue, der alten
      Freundschaft heilges Band, das alte Band der Treue. Klingt an und hebt die Gläser hoch, die alten Burschen leben noch, noch
      lebt die alte Treue! O jerum etc.

    Eug. Hörling (?) 1825.

  7. Heute ist heute.

    1. Was die Welt morgen bringt, ob sie mir Sorgen bringt, Leid oder Freud?
      Komme, was kommen mag, Sonnenschein, Wetterschlag, :,: morgen ist auch ein
      Tag, heute ist heut! :,:
    2. Wenn’s dem Geschick gefallt, sind wir in alle Welt morgen zerstreut! Drum
      laßt uns lustig sein! Wirt, roll das Faß herein! Madel, schenk ein! Heute
      ist heut!
    3. Ob ihren Rosenmund morgen schön Hildegund anderen beut — darnach ich
      nimmer frag, das schafft mir keine Plag, wenn sie mich heut nur mag —
      heute ist heut!
    4. Kling klang, stoßt an und singt! Morgen vielleicht erklingt Sterbegelaut!
      Wer weiß, ob nicht die Welt morgen in Schutt zerfällt? Wenn sie nur heut
      noch hält! Heute ist heut!

    Rud. Baumbach. 1882.

  8. O Akademia.

    1. Ich zog, ich zog zur Musenstadt, mit lautem Sang und Valladri, :,:ich hob
      manch Gläschen zum Vivat, o Akademia! :,:
    2. Und ihre Töchter fein und schlank, sie lauschten meinem Lautenschlag, :,:
      und Liebe war ihr heißer Dank, o Akademia! :,:
    3. (Geschwungen hab ich meinen Speer, stand meinen Mann auf der Mensur; jetzt
      hab ich keine Nase mehr, o Akademia!)
    4. So ging es zwölf Semester lang, und viel Dukaten zog ich blank bei
      Saitenspiel und Becherklang, o Akademia!
    5. Doch nun ist Sang und Klang verhallt, und Freund und Freundin zeigen mir
      von fern den Rücken stolz und kalt, o Akademia!
    6. Und Vater, Mutter starb zu Haus, verdorben an dem einzgen Sohn; ich weiß
      nicht mehr, wo ein noch aus, o Akademia!
    7. Nur eine noch, die weint um mich im fernen, fernen Heimatland; doch ihren
      Ring verkaufte ich, o Akademia !
    8. Zerbrochnes Glück, fahr wohl, ade! ich läg am liebsten unterm Gras und
      schliefe da mit meinem Weh, o Akademia!

    Johann Matthias Hecker. 1862.

  9. Studentenhymne.

    Singweise von Otto Lob.

    1. Student sein, wenn die Veilchen blühen, das erste Lied die Lerche singt,
      der Maiensonne junges Glühen triebweckend in die Erde dringt, Student
      sein, wenn die weißen Schleier vom blauen Himmel grilßend wehn: Das ist
      des Daseins schönste Feier ! Herr, laß sie nie zu Ende gehn!
    2. Student sein, wenn die Humpen kreisen in lieberschlossnem Freundesbund,
      von alter Treue bei den Weisen der Väter jauchzt der junge Mund, Student
      sein, wenn die Herzen freier auf der Begeistrung Höhe stehn: Das ist des
      Lebens schönste Feier! Herr, laß sie nie zu Ende gehn!
    3. Student sein, wenn zwei Augen locken, ein süßer Mund verschwiegen küßt,
      daß jählings alle Pulse stocken, ais ob im Rausch man sterben müßt,
      Student sein in der Liebe Morgen, wenn jeder Wunsch ein frommes Flehn: Das
      ist das Leben ohne Sorgen! Herr, laß es nie vorübergehn!
    4. Student sein, wenn die Hiebe fallen im scharfen Gang, der selbst gewählt,
      im blutgen Aneinanderprallen der Mut sich für das Leben stählt, Student
      sein, wenn dein einzig Sorgen, ob fest und tapfer du wirst stehn an deines
      Lebens Wagemorgen: Herr, 1aß die Zeiten nie vergehn!
    5. Student sein, wenn die Veilchen blühen, das erste Lied die Lerche singt,
      der Maiensonne junges Glühen triebweckend in die Erde dringt, Student
      sein, wenn die weißen Schleier vom blauen Himmel grtißend wehn: Das ist
      des Daseins schönste Feier! Herr, laß sie nie zu Ende gehn!

    Joseph Buchhorn.

  10. O goldne Akademia.

    1. Als noch Arkadiens goldne Tage mich jungen Burschen angelacht, wie hab ich
      da in süßem Taumel die frohen Stunden hingebracht; leicht war mein Herz
      und leicht mein Wechsel, die gar zu bald davongerauscht! Und doch hätt ich mit keinem Fürsten in jener
      Seligkeit getauscht; War selbst en Fürst der Freude ja, o goldne Akademia!
    2. Zwar tilt mein Vater häufig schreiben: Mein S’ohn, geh ins Kollegium; doch
      oftmals vider meinen Willen bracht mich der Zufall neckisch drum; bald
      galt’s ein Fäßchen anzustecken, bald lag ich draußen auf Mensur! Die Lust
      am Zechen und, am Pauken liegt in des Burschen Frohnatur. Wer schilt das
      krasse Füchslein da? 0 goldne Akademia!
    3. Ging ich entlang die engen Gassen, aufs Haupt das Cerevis gedrückt, hei,
      wie die schmucken Mädchen lachten, wenn freundlich ich emporgenickt; den
      Weibern war ich wohlgewoon; ais stets verliebter Musensohn, gern hätt ich
      aller Herz besess n, doch eines war mein eigen schon, des schönsten
      eädchens, s ich sah, o goldne Akademia!
    4. Ach, pfeilschnell flogen die Semester, einr ltes Haus nennt man mich heut,
      nun hat auch mir auf meine Locken der Winter seinen Reif gestreut; doch
      nimmer will ich dich vergessen, der holden Freiheit Paradies, die schönste
      Zeit im meinem Leben, da ich noch flotter Bursche hieß; stets bleib ich
      dir im Geiste nah, o goldne Akademia!

    G. H. Schneideck.

  11. Aachen, freier Musensöhne.

    1. Aachen, freier Musensöhne altersgraue, treue Wacht, sieht die Sonne dich,
      du schöne, schaut sie freundlich her und lacht. Wo die Wurm in Feld und
      Hängen plätschernd ihre Bogen zieht, :,: In geheimnisvollen Klängen
      rauscht der Wald sein dunkles Lied. :,:
    2. Singt und sagt von grauen Zeiten, da in deiner Quellen Glut hier die
      Glieder, müd vom Streite, mancher Recken ausgeruht. Und aus dumpfem
      Schildgedröhne, Schwertgeklirr und Haß und Streit :,: steigt empor die
      märchenschöne, goldne Kaiserherrlichkeit. :,:
    3. Und von stolzen, freien Tagen raunt der Wald und rauscht und braust, von
      dem Grafen, der erschlagen liegt von freier Bürgerfaust. Trutzig, wie dein
      Schmiedemeister, standest du in Sturm und Not. :,: Selbst der Herr der
      Höllengeister hat vergebens dich bedroht. :,:
    4. All die hehren Kronentrager sanken ins Vergessen schier, und das Zepter
      ward zum Schläger, und zur Kneipe das Turnier. Von der Väter Haß und
      Lieben künden dunkle Sagen nur. :,: Doch der Durst ist uns geblieben, und
      Gambrinus schirmt die Flur. :,:
    5. Und so klingt und singt es heiter, wenn der Schläger niedersaust; und die
      Engel singen’s weiter, daß es durch die Himmel braust: Kaiserstadt, du
      jugendschöne, blühe fort in alter Pracht. :,: Aachen, freier Musen Söhne
      altersgraue, treue Wacht.:,:
  12. Bergmannslied.

    1. Glück auf, Glück auf! der Steiger kommt, :,: und er hat sein helles Licht
      bei der Nacht :,: :,:schon angezündt. :,:
    2. Schon angezündt; das gibt den Schein, und damit so fahren wir (bei der
      Nacht) ins Bergwerk ein.
    3. Die Bergleut sein so hübsch und fein; und sie hauen das Silber und Gold
      aus Felsenstein.
    4. Der eine haut Silber, der andre das Gold; und dem schwarzbraunen
      Mägdelein, dem sein sie hold. —
    5. Ade, süße Maid, ade, süße Maid! und kehre ich nicht wieder aus finsterem
      Schacht, dann ade, gute Nacht !
  13. Ons Hémécht.

    Dem Letzeburger Sèngerbond zoerkant.

    1. Wò d’Uolzécht duréch d’Wisen zèt, durch d’Fîelzen d’Sauer brécht, wo
      d’Riéf lanscht d’Musel doftég blèt, den Himmel Weîn ons mécht; dât as onst
      Land fir dât mer gèf heiniden ailes wo’n, :,:onst Héméchsland dât mir sò
      dèf an onsen Hîerzer dro’n. :,:
    2. 0 Dû do uowen dém séng Hand durch d’Wèlt d’Natiòne lèd, behit Dù
      d’Letzeburger Land fum friéme Joch u Lêd! Dù hûos ons all als Kanner schon
      dé freîe Gêscht jo gin, :,: loss firu blénken d’Freîhêtssonn dè mîr sò
      lang gesin.:,:

La Ruelle’sche Accidenzdruckerei und Lith. Anstalt (Inh. Jos. Deterre & Sohn),
Aachen.

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