Rull de Waak

Die ersten Luxemburger an der RWTH

Als die RWTH zum WS 1870/71 unter dem Namen “Rheinisch-Westphälisches Polytechnikum zu Aachen” 1 ihre Pforten für Studenten aus aller Welt öffnete waren erstaunlich viele Ausländer darunter, insbesondere Skandinavier die vorher in Hannover studiert hatten und dem ersten Direktor der RWTH von Kaven nach Aachen gefolgt waren. Aber auch Holländer, Belgier und Luxemburger. Dies läßt sich zum Teil dadurch erklären daß die Aufnahmebedingungen zu Anfang recht lasch waren. Es reichte der Abschluß der Sekunda und bei Ausländern genügte “irgendein Abschluß einer höheren Schule”. War die Schule über diese bereits sehr frühe internationale Bekanntschaft wohl ziemlich glücklich, so wurde dieser Umstand aber nicht zu allen Zeiten so gesehen. 1920 schreibt die “Burschenschaft Alania 2 :

“Ein Studentenleben war in keiner Weise vorhanden … zurückzuführen auf die verhältnismäßig große Zahl der ausländischen Studenten die dem akademischen Leben und dem öffentlichem Auftreten der Studentenschaft ein unerfreuliches, undeutsches Gepräge aufdrückten”.

Einer dieser Ausländer war Pierre MOURIS aus Diekirch. Als die RWTH vier Jahre später ihr erstes Jahrbuch heraus gab, vermerkte dieses daß eben jener Pierre Mouris als allererster und in dem Jahr einziger Student der Hochschule die Diplomprüfung im Fach Hüttenkunde mit sehr gutem Erfolg bestanden hatte. Er wurde zur Legende und zum Vorbild für viele Luxemburger, so sehr daß dies als er 1917 starb sogar eine Erwähnung in seinem Nachruf wert war. Er legte auch den Grundstein dafür, daß Luxemburg bei den Aachener Professoren einen klangvollen Namen bekam!

Folgende politischen Ereignisse waren der Gründung der RWTH vorangegangen und bestimmten bis zum Ende des ersten Weltkriegs das Verhältnis der Luxemburger zu Aachen und seiner Hochschule:

  • 1815 bestimmt der Wiener Kongreß daß Aachen eine preußische Provinzstadt und Luxemburg Privateigentum des niederländischen Königs wird. Damit lebt in beiden Gebieten eine fast ausschließlich katholische Bevölkerung unter einem protestantischen König. Aachen, das kurz zuvor noch Aussicht hatte unter Napoleon Hauptstadt Europas zu werden, entwickelt dementsprechend einen ganz speziellen Lokalpatriotismus der bisweilen in Xenophobie ausartete und welcher sich in starker Religiosität (Heiligtumsfahrt) ausdrückt. Die Aachener, die sich entweder auf platt oder französisch unterhielten, sagten von denen die Hochdeutsch sprachen (in der Regel protestantische preußische Beamte): “Der spricht ja evangelisch”.
  • 1842 tritt das 1839 unabhängig gewordene, aber vom Niederländischem König regierte Luxemburg dem Zollverein unter der Führung Preußens bei. Dies erleichterte den Studenten natürlich die Einreise weil sie sich damit zwar ins politische, nicht aber wirtschaftliche Ausland begaben.
  • 1867 versucht der Niederländische König Wilhelm III, der Luxemburg nur als lästiges Anhängsel betrachtete 3, dieses an Frankreich zu verkaufen, weshalb es beinahe zum Krieg mit Preußen kommt. Luxemburg ist seither neutral, seine Festung wird geschleift und die Grundlage für die wirtschaftliche Entwicklung wird verbessert. Die Bevölkerung gewinnt durch diese Angelegenheit jedoch erheblich an nationalem Zusammengehörigkeitsgefühl und eine latent antideutsche Stimmung bleibt.
  • 1870 findet dieser Krieg dann doch statt. Frankreich unterliegt und muß Elsaß-Lothringen an Deutschland abtreten, dessen Staatsgebiet jetzt Luxemburg nahezu umklammert. Deutsches Kapital wird in die luxemburgische Eisenindustrie investiert. Aus den Kriegsentschädigungen die Frankreich zahlen mußte finanzieren sich viele Unternehmensgründungen. Dies ist der Grundstein der deutschen Industrie, welche bald die stärkste der Welt werden sollte.

Fassen wir also die Vorteile die ein Studium in Aachen für einen Luxemburger hatte zusammen. Sie wogen den Nachteil daß sich das Polytechnikum noch keinen Namen gemacht hatte auf:

  • geringe Entfernung von Luxemburg. Ab 1885 besteht die Möglichkeit der bequeme Anreise mit der Bahn dank einer Direktverbindung ab Maulusmühle nach Aachen-Rothe-Erde, die sog. Vennbahn, die das Kohlenbecken Aachen mit dem Erzrevier Luxemburg verbindet! 4
  • unkomplizierte Einreise
  • Besitzer der Hüttenwerke sind Deutsche, d.h. ein Studium in Deutschland bietet bessere Chancen eingestellt zu werden. Später kommt noch hinzu daß Deutschland die Industrienorm, nach der in Luxemburg produziert wird vorgibt.

Studentenvereine in Aachen

In Deutschland haben Studentenvereine, i.a. Verbindungen genannt, eine lange Tradition die bis ins Mittelalter zurückreicht. Im Lauf der Zeit entstanden mehrere Formen dessen Hauptunterscheidungsmerkmal die Kriterien für die Aufnahme neuer Mitglieder sind: Herkunft (Landsmannschaften, Corps), Ideologie (Burschenschaften, katholische Studentenvereine), Studienfach oder Betätigungen (Turnerschaften, Musikalische Verbindung). Dabei entwickelten sich, immer von den Umweltbedingungen geprägte Umgangsformen, die aber beibehalten wurden auch wenn erstere sich geändert hatten. Gemeinsam sind ihnen aber die folgenden Merkmale:

  1. Die Mitglieder teilen sich in Füchse (neue Mitglieder) und Burschen, wobei die Füchse weniger Rechte haben. 5
  2. Absolventen werden “Alte Herren” genannt. Sie bilden einen Altherrenverein der den Aktivenverein finanziell unterstützt. Dies verweist auf den Ursprung der Verbindungen im Mittelalter. Der Grundgedanke war, da sich die Akademiker als eigener Stand ohne Berücksichtigung der Herkunft auffaßten, daß die bereits in Amt und Würden befindlichen Alten Herren den Neuen das Studium finanzieren, um sich so von der Abhängigkeit von Kirche und Landesherr zu befreien.
  3. Sie halten Kneipen ab, d.h. im Wesentlichen geselliges Trinken nach bestimmten Regeln. Diese Regeln heißen “Bierkomment“. Das Bierkomment war eine Parodie auf die affektierten Umgangsformen der Adligen. Diese wurden dadurch lächerlich gemacht daß man sie auf etwas so Unwichtiges wie Bier anwendete.

Auch in der neuen Universitätsstadt entstanden spontan Vereine, oder sie kamen mit den Studenten welche ihre Schule wechselten aus anderen Städten. In Aachen entstanden die Vereine aus folgenden Gründen:

  1. von Kaven hatte zwar ein Lehrprogramm, aber man sollte bedenken daß dies eine Zeit war, in der sich die Ingenieurkunst erst entwickelte. Die Vereine wollten ihre Mitglieder auch gegenüber der Hochschule vertreten und Einfluß auf den Lehrplan nehmen. Insbesondere später, als sie über Alte Herren verfügten die praktische Erkenntnisse aus ihrer Tätigkeit einbringen konnten.
  2. Selbstverständlich wollten die Studenten auch ihre Freizeit etwas gestalten, bzw. die Geselligkeit unter ihnen fördern, und auch im Hinblick auf später die Möglichkeit eröffnen, Kontakte zu knüpfen.
  3. Wie schon erwähnt kamen die Studenten aus aller Herren Länder und stießen bei der katholischen Bevölkerung auf Widerstand. Das förderte natürlich die Solidarität unter diesen Fremden.

Diese Ablehnungshaltung ist in o.g. Literatur bereits sehr ausführlich behandelt wird. Nur soviel: Von 1871-1887 rangen die katholische Kirche und der preußische Staat (dessen Repräsentant ein protestantischer König) um Einfluß. Die politischen Katholiken wurden Ultramontane genannt (Papstsitz “jenseits der Berge” in Italien) und waren in Aachen sehr stark. Gegen diese verbündete sich der Staat mit den Liberalen.

Es gab folgende Vereinstypen: Fachvereine, traditionelle Burschenschaften, eine Turnerschaft und diverse Vereine wie den Stenographenverein, Ausländervereine und die katholische Verbindung CAROLINGIA. (Siehe Übersicht Vereinsgründungen)

  1. Die Fachvereine entstanden als erste und waren am stärksten. Das Polytechnikum bestand damals aus vier Abteilungen:
    • (I) Bau- und Ingenieurwesen
    • (II) Maschinenbau und technische Mechanik sowie
    • (III) Chemische Technik und Hüttenkunde, plus
    • (IV) eine “Allgemeine Schule” für die Vorstudien.

    Diese Vereine nahmen am Anfang auch gewerkschaftliche Funktionen wahr.

  2. Neben den erwähnten Skandinaviern gab es in den ersten Jahrzehnten viele Russen und Polen die in ihrer Heimat politisch verfolgt wurden und denen der Studentenstatus ein Bleiberecht für Deutschland sicherte, Sie unterhielten zeitweise slawische Vereine. Ein Kuriosum ist der “Ausländerverein am Polytechnikum zu Aachen” (1875-1885). Er wurde vermutlich insbesondere von den Niederländern getragen. Er tritt in Erscheinung und verschwindet wieder zu genau der Zeit als jene keinen eigenen Verein hatten.
  3. Dem ältesten Verein, der CAROLINGIA gehörten vor allem Aachener mit ultramontaner Einstellung an. Die anderen Studenten standen ihm daher eher feindlich gegenüber.
  4. Die traditionellen Burschenschaften und Corps wurden in Aachen als “freie Vereine” bezeichnet da für eine Mitgliedschaft weder Fach noch Religion ausschlaggebend waren. Doch sogar Max Eckert, dem man wirklich keine Linkslastigkeit nachsagen kann, meinte daß sie in Wahrheit die unfreiesten waren da sie in der Regel nur Deutsche mit rechter Gesinnung aufnahmen.

Auch Luxemburger lieben das Vereinsleben. Nur waren sie bis dahin nie zahlreich genug um einen eigenen Verein zu gründen. Denn das vorindustrielle Luxemburg brauchte fast keine Akademiker, allenfalls Advokaten und einige Priester hatten Studien genossen. So kam es daß beispielsweise der Nationaldichter Edmond de la Fontaine in seiner Studienzeit in Heidelberg dem Schweizer Studentenverein angehörte. In Aachen schlossen sie sich in dieser Situation den Fachvereinen an. Nachgewiesen ist dies für den 1872 gegründeten “Verein der Chemiker und Hüttenleute” aus dem das heutige Corps “Montania” hervorging, und für den 1874 gegründeten (Bau) “Ingenieurverein”, der später im AV “Delta”, ebenfalls ein Fachverein für Bauingenieure, aufging. Für den “Architektenverein” (1873) und den “Maschinentechnikerverein” (1873) kann man auch vermuten daß sie Luxemburger aufgenommen hatten, hier sind aber keine Unterlagen vorhanden.
Warum zu den Fachvereinen?

Zu den “freien Vereinen” konnten sie nicht da ihnen deren “kriegerisches” Gehabe fremd war. Dazu später mehr. Die CAROLINGIA schied hingegen aus ideologischen Gründen aus: In Luxemburg tobte in diesen Tagen ebenfalls ein Kampf zwischen der Kirche einerseits, dem Staat und den Liberalen andererseits. Interessanterweise war dieser Konflikt von dem Aachener Kleriker Monseigneur Jean-Theodore Laurent ausgelöst worden. Die Einschreibelisten weisen die meisten der frühen Luxemburger als Söhne der Bourgeoisie aus, was nicht weiter verwundert! Somit sind sie vermutlich eher Liberale. Hinzu kommt daß man jemandem der damals Ingenieurstudien betrieb von vorne herein Fortschrittlichkeit unterstellen kann. Gegen die Kirche aufgebracht hatte die Industriellen, und damit die Ingenieurstudenten, in erster Linie deren Widerstand gegen die Einführung der allgemeinen Schulpflicht, die für den Aufbau einer industriellen Gesellschaft aber unerläßlich war.6
Auch gehörte die Loyalität der in Aachen fremden Studenten ihrem Direktor von Kaven, und der war “Kulturkämpfer” auf Seiten des Ministers Falk.

Übersicht der Vereinsgründungen
von bis Name Art
1871 KStV Carolingia konfessionell
1871 1875 Dispuut Neerlandia Land
1871 AV. Delta
später (ab 1903) Corps Delta
Fach
1871 Guestphalia Land
1871 Turnerschaft Rheno-Borussia frei
1872 Verein der Chemiker und Hüttenleute
später Corps Montania (ab 1905)
Fach
1873 Akademischer Architektenverein Fach
1873 Verein der Maschinentechniker später Burschenschaft Markomannia noch später Corps Marko-Guestphalia Fach später frei
1873 1886 Verein der polnischen Jugend Land
1874 1888 Ingenieurverein später Fusion mit Delta Fach
1875 1885 Ausländerverein Land
1876 Akademischer Fechtverein später Burschenschaft Alania (ab 1887) frei
1885 AV Hollandia Land
1886 1891 Orano-Luciliburgia Land
1897 AV d’Letzeburger Land
1899 KDStV Frankonia konfessionell
1904 Bergmännische Vereinigung Fach
1904 KStV Wiking konfessionell
1909 Burschenschaft Teutonia frei

“Verein der Chemiker und Hüttenleute” (VChH)

Da Hüttenkunde lange Zeit das bevorzugte Fach der Luxemburger sein wird und die Montania noch recht interessante Unterlagen hat wird dieser Verein hier kurz behandelt.
Nachdem Pierre MOURIS und Eduard WORRÉ an seiner Gründung beteiligt waren, ist es nur natürlich daß die nachfolgenden Luxemburger Hüttenleute ihm auch beitraten. Sie behielten den VChH in guter Erinnerung; Constant DE MUYSER ein Eisenbahnpionier des Landes, hängte sich das Bild des Vereines von 1875 ins Büro, Fritz KINTZLÉ, späterer Direktor des Hüttenwerkes “Rothe Erde” in Aachen mit großen Verdiensten um die Durchsetzung des Thomasflußstahles, gründete sogar den Altherrenverein des VChH dem er bis zu seinem Tod 1908 vorstand.

Neben Deutschen und Luxemburgern finden wir auch eine ganze Menge Belgier, Niederländer und Norweger als Mitglieder. Der Verein führte 1873 bereits eine Ballottage (Abstimmung über die Zulassung neuer Mitglieder) ein. Die spätere Montania sah dahinter das “Bedürfnis Gleichgesinnter und nach gleichen Zielen Strebender, auch nach Sprache, Herkunft und Vorbildung und Lebensgewohnheiten Zusammengehöriger, sich vom großen Haufen abzusondern“. Die Zusammensetzung bleibt allerdings noch zwei Jahrzehnte international was dieser Auffassung widerspricht7.

Als Beitrag waren zwei bis drei Mark pro Monat üblich. Der Verein organisierte wissenschaftliche Vorträge, Kolloquien, Exkursionen (davon jedes Jahr eine nach Rothe Erde), betrieb eine Bücherei und gab technische Zeichnungen heraus. Bei so vielen Vorteilen gab es auch keinen Grund einen eigenen Verein zu gründen.

Der Verein scheint einer der engagierteren im “Kulturkampf” gewesen zu sein und mußte das Lokal nicht weniger als fünfzehn mal wechseln.

Doch von 1875 bis 1884 ging, einher mit einer Wirtschaftskrise, die Zahl der Studenten an der RWTH massiv zurück. Die Zahl der Mitglieder des Ingenieurvereins beispielsweise sank bis auf 3 (1882). Dies gab einer rein luxemburgischen Gründung eine Chance.

“Die Landsgenossenschaft ORANO-LUCILIBURGIA” (OL)

Zuvor muß aber noch ein ganz berühmter Student erwähnt werden, der nie einem Verein angehörte und doch so großen Einfluß auf den späteren AVL gewinnen sollte: Emile MAYRISCH studierte von 1881 bis 1885 unter der Matrikelnummer (78) Hüttenkunde an der RWTH. Er verließ sie, ohne Abschluß, um eine Stellung bei seinem Onkel, dem Hüttenwerkbesitzer Norbert Metz anzunehmen. Hier arbeitete er sich hoch, wurde 1897 Direktor des Düdelinger Werkes und 1911 Generaldirektor der ARBED, jenem Stahlkonzern welcher der Hauptarbeitgeber für die Aachener wird, nicht zuletzt weil Mayrisch, aus Respekt vor dem Abschluß den er nie bekam, diese klar bevorzugte8.
Diesem erfolgreichsten Studienabbrecher des Landes ist es zu danken daß in der Literatur die RWTH später als die “pépinière de l’ARBED” bezeichnet wird. Sein Bemühen Konzerne zu bilden gipfelte 1926 in der Gründung der deutsch-französischen Kohle- und Stahlallianz “entente internationale de l’acier”. Mayrischs Idee war es durch diese Allianz die wirtschaftlichen Interessen der beiden Giganten so zu verquicken, daß ein Krieg zwischen ihnen unmöglich würde. Mayrisch-Enthusiasten sehen darin gerne den Vorläufer der CECA und damit der EWG und letztlich der EU. Mayrisch wurde nach dem Aufkauf des Eschweiler Bergwerksvereines einer der größten Arbeitgeber in der Aachener und die RWTH verlieh ihm den Dr. h.c. An diesem Titel konnte er sich aber nicht lange erfreuen, er starb 1928 durch einen Verkehrsunfall.


Leider gibt es kaum Dokumente über die OL und so können wir nur kombinieren und spekulieren. Den einzigen Hinweis daß es den Verein überhaupt gab, liefert Prof. Max Eckert, er schreibt:

“Von 1886 – 1891 befanden sich fast alle an der Technischen Hochschule anwesenden Luxemburger in der Landsgenossenschaft ORANO-LUCILIBURGIA”

Aus dem Namen den sie wählten können wir aber schon einiges herauslesen:

  • Zunächst nennen sie sich Landsgenossenschaft und nicht Landsmannschaft wohl um nicht mit einer solchen verwechselt zu werden. Unter letzterer versteht man i.a. eine schlagende deutsche Verbindung. Die Landsmannschaft ist die ursprünglichste Form der Verbindung.
  • Der Vorsatz “Orano” verweist auf das Herrscherhaus, die Oranier. Die Erinnerung an die Spaltung Luxemburgs 1839 in einen belgischen und einen unabhängigen Teil ist wohl noch lebendig. Auch Eckert schreibt:” Obwohl die Ausländer den Fachvereinen angehören durften, haben sie sich trotzdem noch zu Sondervereinigungen zusammengeschlossen. Der Ausländerverein am Polytechnikum zu Aachen (1875-1885) bezweckte einen geselligen Zusammenschluß der an der Hochschule studierenden Ausländer. Die benachbarten Holländer und die deutschsprechenden Luxemburger waren die ersten (Ausländer), die Vereinigungen anstrebten”. In Lüttich etwa hatten sich die Luxemburger in der “Regionale” mit den Wallonen der Province de Luxembourg zusammengetan und auf einen eigenen Verein verzichtet. Die OL will klar machen daß dies nicht ihre Absicht ist.
  • Luciliburgia ist ein Tribut an die, in jenen Tagen aufkommende nationale Geschichtsforschung. Graf Siegfried hatte bekanntlich 963 einen Felsen mit dem Namen “Lucilinburugh” erworben.
  • Der OL waren zwei Vereinsgründungen vorangegangen, von denen, die OL’er sicher Kenntnis hatten und sie ermutigten es jenen gleich zu tun:
    • Im belgischen Löwen (Louvain) hatte sich 1880 der allererste luxemburgische Studentenverein, “d’Letzeburger zu Léiwen” (LL) aufgetan und
    • in Aachen bestand seit dem Vorjahr (1885), also dem Jahr wo der “Ausländerverein” auseinander fiel, der AV “Hollandia”. “Orano” könnte auch, durch Verweis auf den gemeinsamen König, als Sympatieerklärung an die Holländer verstanden werden, die man als Verbündete zu gewinnen suchte.

Daß überhaupt so viele Luxemburger nach Aachen kamen zu einer Zeit, als die Gesamtzahl der Studenten so stark abgesunken war (1875/76: 447, Tiefstand :1884/85: 141, erst 1891/92 wieder 210)9 daß man ernstlich um die Zukunft der RWTH bangen mußte 10 erklärt sich aus dem schwunghaften Aufstieg den die Stahlindustrie des Landes inzwischen genommen hatte (siehe auch Statistik Seite ). Mayrisch war der Verzicht auf einen Abschluß (bis zum ersten Weltkrieg in Luxemburg nicht unbedingt erforderlich) auch dadurch schmackhaft gemacht worden daß er die Möglichkeit geboten bekam, am Aufbau des modernsten Hüttenwerkes des Landes, Dudelange, mitzuwirken.

Deutschland hatte Elsaß-Lothringen nicht aus politischen Gründen annektiert, denn auch dessen deutschsprechenden Einwohner wären lieber Franzosen geblieben. Militärische (Festung Metz) und wirtschaftliche waren da schon wichtiger. Die deutsche Stahlindustrie brauchte das phoshorhaltige lothringische Erz, welches sich durch das Verfahren von Thomas-Gilchrist, einer Variante des herkömmlichen Bessemer-Verfahrens, jetzt wirtschaftlich verwerten ließ.

Der Nordzipfel dieses lothringischen Erzbeckens liegt auf Luxemburger Territorium. Damit sich das Land nicht zum reinen Rohstofflieferanten entwickeln sollte, erließ die Abgeordentenkammer 1884 ein Gesetz das Schürfrechte nur an Firmen erteilte, welche sich verpflichteten einen gewissen Prozentsatz des geförderten Erzes im Land selbst zu verhütten. Es wurden nun neue Hüttenwerke errichtet bzw. alte ausgebaut. Nachstehend eine Übersicht der wichtigsten Werke, Besitzverhältnisse kurz vor dem ersten Weltkrieg11:

Gründungsjahr in deutschem Besitz:
1846 Steinfort (Felten-Guillaume Carlswerk AG.)
1865 Dommeldingen (ARBED)
1869 Metzeschmelz” Esch-Schifflingen (ARBED)
1870 “Brasseurschmelz” ab 1892 im Besitz des Aachener Hüttenaktienvereins unter dem Namen “Terre Rouge”
1872 Rümelingen (Deutsch-luxemburgischer Bergwerks und Hütten A.G.)
1882 Düdelingen, ab 1886 verfügbar.(ARBED)
1896 Differdingen (Deutsch-lux)
1909 Adolf-Emil-Hütte” heute Esch-Belval.
In belgischem Besitz
1872 Rodingen (Ougrée-Marihaye)
1899 Hollerich (Union des Aciéries)

Nun wollen wir diesen trockenen Fakten mal etwas Leben einhauchen und uns etwas mit den Studenten selbst befassen:

Max Eckert hat uns ja versichert daß fast alle Luxemburger der OL angehörten. Unter diesen findet sich ein gewisser Eugène RUPPERT (*1864, +1950). Er hat als erster Ingenieur in China moderne Hüttenwerke errichtet und darüber ein Buch verfaßt. Nach seiner Rückkehr in die Heimat arbeitet er als unabhängiger Ingenieur und war ein stadtbekanntes Original, allgemein “de Chinees” genannt, allseits beliebt für die schönen Geschichten die er erzählen konnte. Besonders gerne tat er sich mit seiner Studentenzeit hervor. In seinem Nachruf in der “Revue technique” schreibt ein gewisser P.L.:

“Il entra à l’école polytechnique d’Aix-la-Chapelle, en compagnie de Jacques Nicolas HENRION, Auguste LOOSÉ, Camille FUNCK, <<Petit>> Emile METZ, Henri DE LA FONTAINE et d’autre encore. A l’entendre parler raconter ses aventures à Aix on aurait dit qu’il y fit jamais de sérieuses études. Toutefois il passait son examen final après 4 ans et demi ce qui prouvera que la vie qu’il dit avoir menée à Aix n’était pas exactement celle décrite par lui”.

Hier möchte man P.L. widersprechen, denn Ruppert könnte die Woche über gelernt haben, und an einigen wenigen Tagen durchaus mit seinen Freunden “die Sau raus gelassen haben”. Es ist schließlich normal daß Ereignisse des Alltags nicht so gut im Gedächtnis bleiben als zünftige Streiche.

Auch über seinen Freund “Petit” wird berichtet 12 :

” Emile METZ dit <<Petit>>, naquit à Eich le 6.8.1863. C’était l’enfant terrible de la famille Metz. A Aix la Chapelle, où il fit ses études ses extravagances restèrent encore longtemps après son départ un ses sujets favoris des conversations. Il gagna un pari de champagne après avoir promené à travers la ville un coq tenu en laisse, une autre fois il se rend à l’école polytechnique en compagnie d’un jeune ours qu’il laissa attaché à la grille pendant qu’il suivait les cours”.

Bei Max Eckert ist dieser Studentenstreich ebenfalls überliefert, wenn auch etwas anders erzählt, wobei seine Version glaubhafter ist, da der Text älter und Eckert näher am Studentenmilieu ist:”Als Studiosus M. ein Protokoll wegen seines Hundes ohne Maulkorb erhielt, züchtete er sich einen Hahn heran, band ihm einen Maulkorb vor und promenierte mit ihm am Elisenbrunnen auf und ab. Das wurde ihm ungnädig vermerkt.”
Der Schalk <<Petit>>, gibt einen guten Einblick in die Stimmung in der OL und beleuchtet die (Ein-) Stellung des Vereins zu seinem Umfeld: wie alle Luxemburger der damaligen Zeit tat sich Petit schwer mit dem preußischen Genauigkeitswahn, den er mit dieser Aktion parodierte, derweil er selbst die Dinge etwas lockerer sah 13) .

Viele Studenten hielten sich damals einen Hund, er ermöglichte es die Fräuleins die am Elisenbrunnen promenierten unverfänglich anzusprechen. Da sie meist nur ein Zimmer zur Untermiete bewohnten, war es typischerweise ein Dackel. Ein solcher war sicher nicht gefährlich und das Bestehen auf einen Maulkorb kann als reine Schikane der Polizei gewertet werden. Ein Hahn war für die Passanten bedrohlicher als ein zahmer Dackel, aber es stand ja nirgendwo geschrieben, daß man einen Hahn nicht spazieren führen konnte.
Auch der Bär am Gitter ist ein Wink mit dem Zaunpfahl an die Kommilitonen, daß man es auch übertreiben kann wenn man seinen herausgeputzten Hund als Statussymbol am Gitter festbindet.

Mit der Polizei hatten die Studenten sowieso ständig Probleme. Eckert:

” Das nächtliche Singen, das Kratzen an den Fensterläden, die Katzenmusiken, das Laternenausdrehen, das Schilderverhängen, das <Mäuschenfangen> wird den ehrsamen Bürger manchmal in Harnisch gebracht haben. Am Elisenbrunnen kamen die meisten Konflikte zwischen Studenten und Philistern14 vor, desgleichen mit den Nachtwächtern, den <<Nachteulen>>”

.

Wir dürfen uns die OL-Mitglieder durchaus als Luxemburger mit ausgeprägtem Nationalbewußtsein vorstellen. HENRI war der Neffe von DICKS. Ruppert, auf seiner Reise nach China, wird 1897 beim niederländischen Konsul auf Ceylon (einem Deutschen) vorstellig. Dieser erklärt ihm daß für Luxemburg der deutsche Konsul zuständig sei. Obwohl es für sein Anliegen gar nicht so abwegig gewesen wäre, jenen aufzusuchen, belehrt Ruppert den Konsul lieber über den Status des Großherzogtums, die diplomatischen Begebenheiten und seine Pflichten.

Allein schon angesichts der Bekanntheit von Petit ist anzunehmen daß der Verein einen erstaunlichen Ruf genoß. Auf jeden Fall weisen die Namen der Freunde Rupperts auf den harten Kern der OL hin. Wie aus nachstehender Liste ersichtlich waren diese schon zwei Jahre in Aachen und warteten noch auf den kleinen Ruppert, von dem wir ja wissen daß er einen unternehmerischen Geist besaß und somit als Vereinsgründer in Frage kommt! Auch löst der Verein sich in dem Jahr (1891) auf, als der letzte dieser Truppe, Petit Metz, Aachen verläßt.

Hier die Liste der potentiellen Mitglieder der OL. Die drei letzten Louis DONCKEL, Wilhelm RATERS und Simon SPEDENER waren Mitglieder des VChH und daher vermutlich nicht in der OL.

Name Vorname von bis Studienfach Stellung des Vaters
Loosé August 1884 1888 Hüttenkunde Brauereibesitzer
Metz Emil 1884 1891 Hüttenkunde Hüttenwerksdirektor
de la Fontaine Henri 1885 1888 Hüttenkunde Distr. Commissar
Funck Camille 1885 1888 Hüttenkunde Bierbrauer
Henrion Jacques Nicolas 1885 1890 Hüttenkunde Bauconducteur
Traus Georges 1885 1889 Architektur Industrieller
Cahen Emil 1886 ? Chemie Kaufmann
Godchaux Eugen 1886 ? Chemie Industrieller (Pulvermühle)
Goedert Oskar 1886 ? Hüttenkunde gestorben
Ruppert Eugen 1886 1890 Hüttenkunde Gemeinderat
Thiry Josef 1886 1888 Hüttenkunde gestorben
Fischer Fritz 1888 1892 Hüttenkunde Ingenieur
Reuter Camille 1888 1892 Hüttenkunde Ingenieur
Thiry Eugen 1888 1892 Hüttenkunde Grubendirektor
Eydt Franz 1889 ? Bauwesen Industrieller
Donckel Louis 1889 ? ? ?
Raters Wilhelm 1891 1896 Hüttenkunde Pensionär
Spedener Simon 1891 1896 Hüttenkunde ?

Petit ist im übrigen, trotz einer glänzenden Diplomarbeit, gar nicht an einer Karriere in der Industrie interessiert, er ist bereits reich geboren. Ganz im Gegensatz zu seinem Freund Ruppert, der war Sohn eines Schmiedes. In Aachen schien ihm dies entweder peinlich gewesen zu sein, oder er befürchtete Nachteile aus seiner proletarischen Herkunft. Bei der Einschreibung gibt er unter “Stellung des Vaters oder Erziehungsberechtigten” jedenfalls “Gemeinderat” an. Damit steht er aber nicht alleine. Viele finden klangvolle Bezeichnungen für den Beruf ihres alten Herren: aus einem Winzer wird ein Weingutbesitzer und auch Kleinbauern werden zu Gutsherren.

Die Wandlung des Vereins der Chemiker und Hüttenleute

Nach dem Zusammenbruch der Orano-Luciliburgia wandten sich die Luxemburger wieder den Fachvereinen zu. Diese aber hatten in den 1890 er so ihre Probleme. Die Zahl der Mitglieder des VChH sank, obwohl die Gesamtzahl der Studenten stieg. Nicht mehr so sehr Unterstützung beim Studium wie sie Exkursionen, Zeichnungen oder die Lehrbuchsammlung boten, erwarteten die deutschen Studenten von ihrem Verein, sondern Hebung ihres Ansehens. Jetzt war es wirklich so daß sie danach trachteten “sich vom großen Haufen abzusondern”. Der VChH versuchte gegenzusteuern, etwa indem er ab 1882 auch Bergbaustudenten aufnahm. Die farbentragenden, schlagenden “freien” Verbindungen liefen ihm jedoch weiterhin den Rang ab. Grund dafür war die sog. “Satisfaktionsfrage”. Wie kam es dazu?

1888 kam Wilhelm II 29-jährig auf den Thron weil sein Vater nach nur vier Monaten Regierungszeit bei einer Operation wegen Lungenkrebses gestorben war. Radikaler in seinem Vorgehen als Bismarck, hatte er anfangs großen Erfolg bei der Lösung der sozialen Fragen. Wegen seiner Jugend war er bei den Studenten besonders beliebt. Er versuchte die innenpolitischen Probleme durch Förderung des Nationalismus und eine aggressive Außenpolitik zu überdecken. Die höchste gesellschaftliche Achtung genossen folglich die Offiziere, die Studenten versuchten diese mit samt ihrem Gehabe zu kopieren. Folglich forderten sich sie ständig gegenseitig aus den nichtigsten Anlässen zu Fechtduellen heraus. “Satisfaktion geben” bedeutet also, im Fall einer “Beleidigung” mit dem Beleidigten zu fechten, oder im Extremfall ein Pistolenduell15 .

Hierbei versuchten die jungen Leute gar nicht erst körperlichen Schaden durch fechterische Gewandtheit abzuwenden, sondern waren nahezu darauf erpicht Verletzungen, möglichst im Gesicht davonzutragen (die sog. “Schmisse”), als sichtbares Zeichen ihrer Zugehörigkeit zum Akademikerstand. Wohlmeinende Ermahnungen der Professorenschaft stießen auf taube Ohren. So schreibt ein gewisser Dr. Grabein 1912 in der “Aura academica”:

“betrachtet man die Anlässe zu schweren Forderungen so muß man als ruhiger Beurteiler doch sagen (…) es handelt sich zumeist doch nur um sogenannte bezechte Geschichten. Es ist ein durchaus irregeleitetes Ehrgefühl sich hier durch das Beispiel des Offizierstandes bestimmen zu lassen. Wenn es dort Usus ist, so ist das gleichfalls zu beklagen, aber immerhin ist der Offizier der Repräsentant staatlicher Autorität, als solcher hat er dem Staat gegenüber Ehrenpflichten. Diese aber fällt für den Couleurstudenten fort.”

(Gekürzt)

Im WS 1893/94 wollten die anderen Vereine der CAROLINGIA, welche aus religiösen Gründen den Waffengebrauch ablehnte, nicht den ihr zustehenden turnusmäßigen Vorsitz des allgemeinen Studentenausschusses überlassen. Dies schien auch den VChH unter Druck gesetzt zu haben.

Die Aktiven des VChH schafften 1893 schwere Waffen (Säbel) an und erfochten ihre Anerkennung. Doch die Alten Herren hatten andere Vorstellungen und entzogen den Aktiven ihre Unterstützung so daß der Verein zwei Semester lang suspendieren mußte.

Betrachtet man die Liste der Luxemburger Mitglieder des VChH, so muß man feststellen daß die meisten in den 1890er Jahren austraten oder “aus der Liste gestrichen”, in anderen Worten rausgeschmissen wurden. Da die Satisfaktionsfrage der große Streitpunkt damals war darf man vermuten daß sie nicht die Auffassung der Mehrheit der Aktiven teilten. Im Oktober 1894 setzten sich die Gegner der Satisfaktion noch einmal durch und die Herren v. Campe, v. Giese und der Luxemburger Wilhelm RATERS belebten den VChH wieder, ohne Waffen.

Die Haltung der Luxemburger überrascht nicht! Im Gegensatz zu Preußen hatte das Land schon lange keine glorreiche Armee mehr gehabt. Leute mit militärischen Ambitionen gingen zur französischen Fremdenlegion. Bis 1867 war Luxemburg deutsche Bundesfestung gewesen, und die Einwohner der Stadt hatten den Abzug der preußischen Truppen enthusiastisch gefeiert. Die Luxemburger können fast schon als eingefleischte Pazifisten bezeichnet werden, schließlich hatte das Land jahrhundertelang unter Kriegen nur gelitten und sie brachten Armee nicht mit Ruhm und Ehre sondern mit Einquartierung, hohen Steuern und Einschränkung ihrer Freiheit in Verbindung. Ein gutes Beispiel für die damalige Stimmung gibt die 4. Strophe des 1892 gedichteten Liedes von Michel Lentz:

“ons Arméi”

“Mir fénken och kéng Kricher un,
well mir de Fridde léiwer hun,
mat onse Nopeschleit.
Déi Kricher ruinéieren d’Welt,
si bréngen Elend, kaschte Geld,
d’ganz Mënschheet drënner leid!”.

So konnten die Luxemburger den Duellen nichts abgewinnen.

Raters verließ die Hochschule 1896. Im folgenden Jahr, dem Jahr der Gründung des AVL, verpflichtete der VChH seine Mitglieder auf den Grundsatz der unbedingten Satisfaktion16 . Nur zwei Luxemburger ( François PAQUET und Pierre SCHRADER ) blieben weiterhin Mitglied des Vereines. Die anderen traten aus! 17

  1. Sie wird noch mehrfach umbenannt werden, so 1882 in “Königlich Technische Hochschule” und erst 1919 erhielt sie ihren heutigen Namen. In dieser Schrift wird sie stets RWTH genannt werden. Der ursprüngliche Name blieb bei den Luxemburgern noch lange in Gebrauch, teilweise bis heute. So heisst der Ehemaligenvereines: “Amicale des Anciens étudiants de l’école polytechnique d’Aix-la-Chapelle” []
  2. in Max Eckert Seite 445, Paul Gast Aachen 1920 []
  3. Bereits 1848 sagte Wilhelm III: “Je vendrais ce fameux Luxembourg au premier juif d’Amsterdam venu.” []
  4. Siméon: Das Verkehrswesen des Aachener Gebietes in Vergangenheit und Gegenwart, Aachen 1929 []
  5. Aufschluss über die Minderung der Rechte der Füchse, gebe hierüber etwa die Satzungen von 1915. []
  6. Noch sieht man die Kirche nicht als Verbündeten gegen die Sozialisten! []
  7. Siehe Liste der Mitglieder der Montania []
  8. Der Historiker Gilbert Trausch, dessen Großvater ebenfalls in Aachen studierte, deutet dies als eine Maßnahme um die Beziehungen zwischen den luxemburgischen Arbeitern und den Ingenieuren zu verbessern. []
  9. Vgl. ZAGV 1992/93 p.539 []
  10. Der Studentenverein “Demokrit” schlug als Lösung vor:”da auf jeden Dozenten nur zwei bis drei Hörer fallen, wäre es das rationellste für die Studenten, gleich in die Hochschule zu ziehen und anstatt drei Jahre, dreißig Jahre zu studieren”. []
  11. Raymond Steil in “75 Joër fräi Gewerkschaften” OGBL Esch-sur-Alzette 1992, pp 108,109 []
  12. Jules Mersch “Biographie Nationale” Vol. 6 – “les Metz, une dynastie de fer” []
  13. Petits Devise, welche er später auf ein Tuch schrieb und über sein Bett hängte, lautete:

    “Was mir die Zeit verkürzt, verlängert mir das Leben”. aus Jules Mersch (s. 357 []

  14. Studenten nannten alle Nichtstudenten Philister, ein Ausdruck der sich in die Studentensprache einschlich als noch Theologie das meistgewählte Fach war. Die Philister waren bekanntlich die größten Feinde des Gottesvolkes. []
  15. Pistolenduelle kamen hauptsächlich zwischen Deutschen und Ausländern vor.Vgl. Eckert Seite 441. []
  16. Auch der “Verein der Maschinentechniker” verpflichtete seine Mitglieder zur unbedingten Satisfaktion, ebenfalls 1897, siehe M. Eckert []
  17. Vgl. hierzu die Mitgliedsliste der Montania []

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