von Daniel Erpelding
Trotz vieler neuer Erkenntnisse seit 1997, liegen Gründung und allererste Jahre des AV d’Letzeburger nach wie vor größtenteils im Dunkeln! Berichten Journalisten über ein Ereignis, versuchen sie stets die Antwort auf die fünf W-Wörter zu geben. Bei der Frage nach der Gründung des AVL, bleiben wir etwas ratlos zurück, denn wir wissen immer noch nicht genau, wer den Verein gegründet hat, wann es war auch nicht wo und wie sie es taten und schon gar nicht warum der Verein gegründet wurde. Alle diese Fragen können wir nicht mit Sicherheit beantworten, dazu fehlen schlicht die Dokumente wie eine Gründungsurkunde oder eine Mitteilung in einer Zeitung.


- F. Jaquinot al Knoût
- V. Mersch al. Sipy
- J. Weiwers al Fâss
- G. Prussen al Stopp
- L. Dondelinger al Fips
- E. Mersch al. Kloûf
- A. Michaelis al Zâp
- E. Schrantz al Patt
- C. Keiffer al. Komper
- F. Raters al. Onk
- A. Herckmanns al. Soff
- L. Laval al. Floût
Wir wollen aber unsere bisherigen Erkenntnisse im Folgenden präsentieren. Aus chronologischen Gründen, beginnen wir dabei mit der spekulativsten Frage.
WARUM WURDE DER AVL GEGRÜNDET?
Es hatte bereits vorher einen Luxemburger Studentenverein in Aachen gegeben. 1920 schrieb Max Eckert1:
Von 1886 – 1891 befanden sich fast alle an der Technischen Hochschule anwesenden Luxemburger in der Landsgenossenschaft ORANO-LUCILIBURGIA“.
Außer diesem Niederschlag in der Literatur existiert nur noch ein weiterer Hinweis auf diesen Verein: ein Foto aus dem Nachlass des Eugen Ruppert, der ihm wohl angehört hatte2. Wir wissen nicht warum sich der Verein aufgelöst hatte, aber 1891 erreicht die Anzahl der nachgewiesenen Luxemburger an der RWTH einen zeitweiligen Tiefpunkt3.
Nun wandten sich die Luxemburger offenbar wieder den Fachvereinen zu, denn ihre Namen finden sich z.B. auf der Mitgliederliste des Vereins der Chemiker und Hüttenleute (VChH). Aber auch dieser Verein hatte in den 1890ern so seine Probleme. Die Zahl der Mitglieder sank obwohl die Gesamtzahl der Studenten stieg. Es gab inzwischen einfach mehr Konkurrenz und so reichte vielen Studenten nicht mehr die Unterstützung beim Studium wie sie die Fachvereine mit Exkursionen, Zeichnungen oder der Lehrbuchsammlung boten. Die deutschen Studenten erwarteten von ihrem Verein inzwischen auch die Hebung des eigenen Ansehens. Die farbentragenden, schlagenden sogenannten “freien” Verbindungen liefen dem VChH hier den Rang ab4. Grund dafür war unter anderem die sogenannte “Satisfaktionsfrage”. Wie kam es dazu?
Eine Rolle spielte hier sicher die Politik des neuen Kaisers Wilhelm II. Er war noch relativ jung und hatte sich 1891 des erfahrenen Kanzlers Bismarck entledigt. Er mischte sich viel aktiver in die Tagespolitik ein als seine Vorgänger und forcierte eine viel aggressivere Außenpolitik.
Dabei war er technikaffin und förderte besonders die Ingenieurwissenschaften. Die Bemühungen der Ingenieure um soziale Anerkennung unterstützte er aktiv. Er war vor allem bei den Studenten beliebt, die er richtig anzusprechen wusste, denn anders als seine Vorgänger hatte er selber studiert! Diese Beliebtheit möge der folgende Auszug illustrieren, aus einem Bericht der auch in Luxemburger Zeitungen wiedergegeben wurde:5
Sofort nach dem Salamander dankte der Kronprinz seinen Komilitionen [sic] und schloß mit „Die Studentenschaft der Universitätsstadt Bonn vivat, floreat, crescat“. Ein dreifaches donnerndes Hurrah antwortete aus aller Munde, welches noch nicht ganz verklungen war, als sich der Kaiser schnell erhob, und mit dem Bemerken: „Mein Junge hat‘s vergessen, er kann es ja auch noch nicht”, einen kräftigen Salamander kommandierte. Die Studentenschaft jubelte und ließ dröhnende Hurrarufe zur Decke erklingen. — Gelegentlich des Kommerses standen den Teilnehmern nicht weniger als 75 Hektoliter Bier aus dem Bürgerlichen Brauhaus in München zur Verfügung.
Etwas zurückhaltendender als die Studenten reagierten die Professoren, überhaupt die Älteren, auf Kaisers Wilhelm II. Letztendlich war er aber für das ganze nun folgende Zeitalter so prägend, dass es in Deutschland eng mit seinem Namen verknüpft ist.
Unter ihm militarisierte sich die wilhelminische Gesellschaft noch stärker als die altpreußische Gesellschaft es ohnehin schon war. Das höchste gesellschaftliche Ansehen genossen folgerichtig die oft zudem noch adligen Offiziere und die Studenten versuchten diese mit samt ihrem Gehabe zu kopieren. Folglich forderten sich sie ständig gegenseitig aus den nichtigsten Anlässen zu Fechtduellen heraus. Das nannte man “Satisfaktion geben“. Dies bedeutete, im Fall einer “Beleidigung” dass der Beleidigte sich mit dem Beleidiger mit einem Degen duellierte um Streitpunkt im wahrsten Sinne des Wortes auszufechten. In einigen wenigen Fällen griff man sogar zur Pistole6.
Hierbei versuchten die jungen Leute gar nicht erst körperlichen Schaden durch fechterische Gewandtheit oder das Tragen einer persönlichen Schutzausrüstung (PSA) abzuwenden, sondern waren nahezu darauf erpicht Verletzungen, möglichst im Gesicht davonzutragen. Die dabei erlittenen sogenannten “Schmisse” galten als sichtbares Zeichen ihrer Zugehörigkeit zum Akademikerstand. Eine gewisse Bedeutung wurde den Schmissen auch in Luxemburg zugemessen, das illustriert ein zeitgenössischer Witz in einer Luxemburger Zeitung7:
Humoristisches. Je nachdem.
(Vater zu seinem Sohn, einem Studenten, den er längere Zeit nicht gesehen hat):
„Aber Heinrich, was hast Du für Schmisse im Gesicht, die machen Dich ja unkenntlich!”
— Sohn: „Das kann ich nicht sagen: meine Kommilitonen erkennen mich immer gerade daran!
Wohlmeinende Ermahnungen der Professorenschaft stießen auf taube Ohren. So schreibt ein gewisser Dr. Grabein 1912 in der “Aura academica”:
“betrachtet man die Anlässe zu schweren Forderungen so muß man als ruhiger Beurteiler doch sagen (…) es handelt sich zumeist doch nur um sogenannte bezechte Geschichten. Es ist ein durchaus irregeleitetes Ehrgefühl sich hier durch das Beispiel des Offizierstandes bestimmen zu lassen. Wenn es dort Usus ist, so ist das gleichfalls zu beklagen, aber immerhin ist der Offizier der Repräsentant staatlicher Autorität, als solcher hat er dem Staat gegenüber Ehrenpflichten. Diese aber fällt für den Couleurstudenten fort.” (Gekürzt)
Die Aktiven des Vereins der Chemiker und Hüttenleute, also die Studenten gingen nun in die Offensive8:
Im W.S. 1893/94 und im S.S. 1894 ruhte das Vereinsleben. Die Aktivitas war ohne Befragen des Altherrenverbands dazu übergegangen, volle Farben zu tragen, hatte sich eigene Waffen beschafft und deren Anerkennung gegen die Bestimmungsmensuren schlagender Aachener Korporationen erfochten. Der Altherrenverband mißbilligte den eigenmächtigen Schritt der Aktiven. Die Folge war die Auflösung des Vereins für die beiden genannten Semester.“
Betrachtet man die Liste der Mitglieder des Vereins der Chemiker und Hüttenleute, so muss man feststellen, dass die meisten in den 1890er Jahren austraten oder “aus der Liste gestrichen”, wurden, darunter auch viele Luxemburger. Da die Satisfaktionsfrage der große Streitpunkt damals war, darf man vermuten, dass sie nicht die Auffassung der Mehrheit der Aktiven teilten. Im Oktober 1894 setzten sich die Gegner der Satisfaktion noch einmal durch und die Herren v. Campe, v. Giese und der Luxemburger Wilhelm Raters belebten im Einvernehmen mit den „Alten Herren“ den Verein der Chemiker und Hüttenleute in deren Sinne wieder: ohne Waffen9
Doch es war nicht ausgestanden! Im WS 1894/95 wollten die anderen Vereine der katholischen Studentenverbindung Carolingia, welche aus religiösen Gründen den Waffengebrauch ablehnte, nicht den ihr zustehenden turnusmäßigen Vorsitz des allgemeinen Studentenausschusses (AStA) überlassen10. Dies schien auch den Verein der Chemiker und Hüttenleute zusätzlich unter Druck gesetzt zu haben, zumal 1895 auch die Marko-Guestphalia, der ehemalige “Verein der Maschinentechniker”, seine Mitglieder zur unbedingten Satisfaktion verpflichtete. Die Entwicklung in jenem Verein war durchaus vergleichbar, deren Chronik vermerkt später11:
1884 tauchten zum ersten Mal die Unterscheidung von Burschen und Füchsen auf, und die Beschaffung von Paradewichs und zehn Jahre später von eigenen schweren Waffen zeugen von dem Erstarken korporativer Gedanken in Verbindungskreisen. Hatte schon jede [sic] Neuerung in dieser Hinsicht Verluste von A.H.A.H. gebracht, so zeitigte das 1895 in die Satzungen aufgenommene Prinzip der unbedingten Satisfaktion den Austritt des größten Teils der Philister.
1997 war der Autor felsenfest davon überzeugt, dass der Luxemburger Durchschnittsstudent der 1890er Jahre sicherlich ein eingefleischter Pazifist gewesen wäre, und er hatte zum Beleg dieser Geisteshaltung noch den Nationaldichter Michel Lenz zitiert12. Daraus hatten wir abgeleitet, dass die Ablehnung eines Satisfaktionsparagraphen für unsere Vorgänger ein starkes Motiv gewesen sein müsse, dem VChH den Rücken zu kehren und einen eigenen Verein aufzumachen. Denn es war just im Jahre 1897 als im VChH „indessen erneut eigene schwere Waffen zugelegt und die Mitglieder auf den Grundsatz unbedingter Genugtuung verpflichtet (wurden)“13.
Nun zweifeln wir auch weiterhin nicht, dass unsere Altvorderen deutlich pazifistischer drauf waren als ihre deutschen Kommilitonen. Dies scheint aber nicht für alle gegolten zu haben, wie folgender Vorfall belegt. Was der Chefredakteur des Escher Courrier in seiner Zeitung No 38 am 7 August 1895 auf Seite 3 berichtete, wirft nämlich noch ein ganz anderes Schlaglicht auf die Luxemburger Studenten aus Aachen und ihr Auftreten in jenen Jahren14 :
Esch. Als am Sonntag gegen Abend unser Chefredakteur in seiner angeborenen Gemüthlichkeit [sic] ruhig in Gedanken durch die Avenue de la Gare ging, wurde er ohne jede Ursache von drei ihm unbekannten jungen Herren, anscheinend den besseren Ständen und der Studentenzunft angehörend, angerempelt und von einem derselben, eine hagere Gestalt, von bornirter Physionomie, gröblich verschimpft. Verblüfft, ob solcher Ungezogenheit auf öffentlicher Straße ließ der Herr Redakteur die polternden Lümmel vorbeigehen, welche sich zum Aerger der Zuschauer lärmend wie gemeine besoffene Cheminots in das Cafe K begaben. Um die Identität der losgelassenen Bengels festzustellen, folgte der Beleidigte in das Cafe, wo er zur Indignation mehrerer anwesenden Herren wieder die unflätige Fluth des Haupthelden über sich ergehen ließ und die brutalen Angriffe mit Verachtung und einigen heilsamen Ermahnungen abfertigte. Er hielt es unter seiner Würde, die sich als Studenten entpuppenden Jungens nach Verdienst und gemäß Anweisung der übrigen Herren Gäste durch Stockprügel am Leibe abzustrafen und überläßt lieber diese Mühe den Herren Papa’s und den Anstalten, welchen es zur größten Ehre gereicht, am Ende des Schuljahres Subjekte heimzuschicken, welche in Punkt Injurien-Vokabulär es zu einem Grade der Vollkommenheit gebracht haben, welche sie befähigt, mit dem schlimmsten Waschweib zu konkurriren ; Herr Leo H., der Hauptangreifer, ist ein mehrmals in der Industrieschule zu Luxemburg durchgeplumpster Student der polytechnischen Schule in Aachen, und es wäre angerathen, den wüsten Gesellen lieber während der Ferien hinter den Büchertisch anzufesseln, als denselben, bewaffnet mit ererbten väterlichen Rachegedanken in die Cafes zu senden, um achtbare Leute zu beschimpfen und mit dem Revolver zu bedrohen, sowie die Herren Gäste und den Wirth durch sein skandalöses Wesen zu erregen und zu ärgern.
Wir haben die Einschreibelisten der Hochschule zu Rate gezogen und es gibt keinen Zweifel: der einzige Luxemburger Student, der Leo hieß und dessen Nachname zudem mit H anfängt, war Leo Hemmer! Auch die Angabe, dass er „mehrmals in der Industrieschule durchgeplumpst wäre“ ist stimmig. Leo war schon 21 als er sich in Aachen einschrieb. Diese zwar recht bierselige Geschichte lässt einen zumindest zweifeln, dass Leo jemand gewesen wäre, dem es Schwierigkeiten bereitet hätte, sich mit anderen zu duellieren. Immerhin ging er wohl mit dem Revolver auf den Chefredakteur des Courrier los, wenn auch sicherlich in betrunkenem Zustand.
Der Chefredakteur des Courriers wiederum ist nicht irgendwer, sondern niemand anderes als Dr. Michel Welter, später ein bedeutender Politiker, Abgeordneter und Gründer des Vorläufers der Luxemburger Sozialistischen Arbeiterpartei! Als promovierter Arzt war er also durchaus „satisfaktionsfähig“, denn die Studenten duellierten sich nicht mit jedem. Vielleicht betont Welter, der zweifelsohne wusste, wie sehr die Studenten in Deutschland auf Menschen runtersahen, die nicht studiert hatten, daher auch die Vulgarität der verbalen Angriffe. Und er weiß die Burschen auf ihren Platz zurückzuverweisen! Dazu zieht er einerseits Vergleiche zu Eisenbahnarbeitern und Waschweibern, für deren Wohlergehen er sich einsetzte und denen die Studenten sich überlegen fühlten. Andererseits hält er sich selber zugute, sie nicht wie Schulknaben mit dem Rohrstock gezüchtigt zu haben. Wenn Leo allerdings tatsächlich mit dem Revolver rumfuchtelte, wäre eine solche Maßnahme natürlich auch nur schwerlich durchzuführen gewesen.
Leo war Mitglied des VChH und trat in just dem Jahr, in dem die obige Geschichte sich abspielte aus dem Verein aus. Viele andere aus dem Semester 1894/95 ebenfalls, darunter auch weitere Luxemburger: Victor Funck und François Paquet. Diesen war vom Autor eigentlich die Rolle der Kronzeugen zugedacht, die seine Hypothese belegen sollten, dass die Satisfaktionsfrage für die Luxemburger eine entscheidende Rolle spielte, um dem VChH den Rücken zu kehren und einen eigenen Verein zu gründen. Und nun zeigt ausgerechnet der einzige zeitgenössische Text den wir über diese Studenten finden konnten, dass zumindest einer davon gerne selber bewaffnet auftrat! Wenn auch nur im Suff. Was uns wiederum zeigt, wie sehr Dr. Grabein 1912 recht hatte. Leo ist übrigens bis jetzt der einzige nachgewiesene Fall eines Studenten, der zunächst Mitglied des VChH war, und später aber auf Fotos der AVL auftaucht, diesem also sicher angehört hat!
Die Geschichte ging letzten Endes ganz versöhnlich aus. Welter berichtete weiter:
NB. Heute Morgen begegneten wir dem jungen L. H., welcher uns unter höflichem Gruß um eine Audienz in unserm Redaktionsstübchen bat, die auch bereitwilligst gewährleistet wurde. Wir konnten uns nicht genug wundern über das höfliche und geschäftsmäßige Benehmen des vorgestrigen so gereizten Patrons und als er uns beim Abschied noch bestens Glück zu unserm Unternehmen als Redakteur des Courriers wünschte, war fast unser Groll vergessen; eine geeignete väterliche Douche wird kühlend gewirkt haben, und wenn Herr L.H. auf dem seither betretenen Wege der Tugend und guten Gesittung fortschreitet, ist noch nicht Hopf und Malz verloren.“
Der Ruf der Hochschule scheint durch diese Geschichte im Hause Welter auch nicht weiter Schaden genommen zu haben: seine eigenen Söhne Marcel und Robert studieren später auch in Aachen.
Leo war also für unseren Geschmack nicht friedfertig genug drauf, um unsere Hypothese von den weniger kriegerisch eingestellten Luxemburgern zu belegen, welche sich von der Haltung ihrer deutschen Kommilitonen zur Satisfaktionsfrage abgestoßen fühlten und daraufhin einen eigenen Verein gründeten. Wir wollen sie aber nicht ganz aufgeben, drum rufen wir einen anderen Zeitgenossen des wilhelminischen Zeitalters in den Zeugenstand: Der offensichtlich sachkundige Redakteur äußerte sich am 23. November 1909 im Luxemburger Wort in einem Artikel mit dem Titel “Preußische Studenten“ und erweist sich dem Gebahren der Genannten insbesondere in der Satisfaktionsfrage gegenüber überaus ablehnend15. Er führte zunächst aus, wie Studenten der elitären adligen Verbindung Borussia in Bonn einen Unteroffizier in seinem Haus überfallen und verprügelt hatten, denn dieser „soll nämlich als katholischer Korpsstudent die Satisfaktion verweigert“ haben. Die Borussen wurden gleichwohl freigesprochen und so meinte der Redakteur:
Es steht außer Zweifel, daß die Borussen ihre „Tat” allen Ernstes als eine dem Unteroffizier Feith erwiesene Wohltat ansehen. Für solche Ideengänge haben wir Luxemburger allerdings bei unserer bekannten Gehirnverbildung kein Verständnis.
Der Redakteur geht auch auf die den Schmissen zugemessene gesellschaftliche Bedeutung ein und bekundet erneut sein Unverständnis:
In dem studentischen Ulk — mag er nun von den geistesarmen „Philistern” als harmlose Neckerei oder als wüste Lümmelei bezeichnet werden — sehen die rassigen Studentenverbindungen lediglich eine Bekundung des soldatischen Geistes, der in den Korps gepflegt und besonders in den Mensuren und Duellen betätigt wird. Wer nicht Besitzer von mehreren „Schmissen” und Schriemen ist, die ihm die Visage verunstalten, der ist kein vollwertiger, mutiger Mann. Also Schmisse sollen ein Zeichen des Mutes sein! Wir gestehen, daß wir stets belustigt waren und höchstens ein Lächeln des Mitleids fanden beim Anblick eines Preußen, dem sich von einem Ohr zum andern breite, eventuell geschminkte Schmisse zogen.
Ja, er macht sich sogar über die fehlende Beweiskraft der Schmisse für die beanspruchte Geisteshaltung und gesellschaftliche Stellung lustig – schließlich könnten auch „der Barbier und sein Rasiermesser“ sie geschaffen haben. Dass dieser Spott gar nicht so weit hergeholt sich und man die Schmisse durchaus auch vortäuschen konnte, zeigte ein zeitnaher (1898) Vorfall aus Schweinfurt, wo ein Hochstapler sich als Architekt ausgab16:
Die hohe Meinung des verehrten Publikums suchte er namentlich dadurch zu gewinnen, daß er sich als alter Korpsstudent aufführte. (..) Zunächst schminkte er sich kunstgerecht drei wundervoll parallele Schmisse, prächtige Tiefquarten, auf die Wange. Zipfel und Band waren leicht beschafft. Einen Kouleurstock lieh er sich der Kostenersparnis halber von einem Ingenieur und so zog er abends wohlgemut als alter Herr eines Münchener polytechnischen Korps in die Kneipe der Korpsphilister, die sich hier zusammenfinden. Bald war er wohlgelitten, er smollierte mit den lieben Korpsbrüdern und ließ die Füchse, die in Ferien nach Schweinfurt kamen, tüchtig in die Kanne steigen.
Nun mag man die Ansichten auch dieses Zeitzeugen vom Luxemburger Wort, trotz seiner offensichtlichen Sachkunde, als Einzelmeinung zur Satisfaktionsfrage abtun. Zudem muss seine Haltung, anders als er es sieht, nicht unbedingt auf seine Nationalität, sondern eher darauf zurückzuführen sein, dass er ein Vertreter des politischen Katholizismus ist, die wie wir gesehen hatten Mensuren grundsätzlich ablehnten. Andererseits erscheint der Artikel ganz vorne auf der ersten Seite, er ist quasi der Leitartikel. Bei dem Autor handelt sich also ziemlich sicher um einen der drei Chefredakteure17, am wahrscheinlichsten um den promovierten Juristen Dr. Karl Lessel (1905-1921). Wir können also schon davon ausgehen, dass der Artikel einigermaßen wirkmächtig war und der Redakteur, wenn nicht für die Mehrheit, so doch für sehr viele sprach. Andererseits standen viele Luxemburger Studenten dem politischen Katholizismus ablehnend gegenüber ohne, dass dieser Befund wiederum etwas über ihre Haltung zur Satisfaktionsfrage aussagt.
Abschließend zu diesem interessanten Thema, wollen wir kurz vorgreifen und ausführen, wie der später gegründete AVL mit der Frage umging: Sie wurde ignoriert! Die ersten Statuten des neuen Luxemburger Vereines enthalten keinen Paragraphen. War die Frage den Gründern nicht wichtig, oder war sie ihnen zu heikel?
Erst die 1913 ausgearbeitete spätere Fassung von 1915 geht überhaupt darauf ein und bleibt trotzdem in der Frage ambivalent. § 2. bestimmt:
Grundsätze: Der akademische Verein d’Letzeburger nimmt weder in politischen noch in religiösen Fragen einen bestimmten Standpunkt ein.
Er läßt seinen Mitgliedern die Stellungnahme zur Satisfaktionsfrage offen.
Am Ende desselben Monats August 1895, in welchem Leo und seine Freunde ihre Semesterferien in Esch verbrachten und dort randalierten, machte ein weiterer Aachener in den Luxemburger Zeitungen darauf aufmerksam, dass er einen Verein gegründet hätte! Die Obermoselzeitung veröffentlichte am 30. August 1895 einen Artikel unter der Rubrik “Chronik aus der Hauptstadt”18, der tags darauf im „Das Luxemburger Land in Wort und Bild“ mit nur leichten Abweichungen ebenfalls erschien19 . Nachstehend ein Auszug der Fassung in der Obermoselzeitung:
M Polytechniker-Verbindung. Die ehemaligen Schüler der polytechnischen Schule zu Aachen, deren Heimat das Großherzogtum Luxemburg ist, haben beschlossen:
- sich jedes Jahr zu Luxemburg am Samstag vor der Kirmes zu einem Bankette zu vereinigen;
- sich gelegentlich des ersten, am Samstag, den 31. August. 8 Uhr Abends abzuhaltenden Bankette zu einer freien Verbindung zusammenzuthun, welche sich dadurch von allen sonstigen Verbindungen unterscheidet, daß sie keinerlei Statuten hat, daß deren Mitglieder keinerlei Kotisationen zahlen und denselben überhaupt keinerlei Verbindlichkeiten usw. auferlegt werden.
- Die Mitglieder kommen jedes Jahr an dem festgesetzten Tage zusammen, um sich wieder zu sehen, sich kennen zu lernen und eventuell sich gegenseitig zu unterstützen und einander voranzuhelfen. Jedes Jahr wird ein anderer Präsident gewählt;
- derselbe hat ein Buch anzulegen, in welches die Wohnungsadressen der Mitglieder und die vorkommenden Besetzungen eingetragen werden; er hat außerdem das Bankett des folgenden Jahres zu organisiren und zu präsidiren; alle Kosten bezüglich dieser Anordnung, sowie diejenigen der mit den Mitgliedern zu führenden Korrespondenz sind zu seinen Lasten.
- Präsident für dieses Jahr ist Hr. Theodor Bourggraff, Ingenieur zu Luxemburg.“
Darin erkennen wir ehemaligen Studenten aus Aachen uns doch wieder! Auch unser jährlicher Höhepunkt ist ein Festessen: die Agape, damals noch Bankett genannt. Auch in der Amicale ist heftiger Widerwille spürbar sich von Statuten einschränken zu lassen, ja es herrschte meist eine regelrechte Abneigung dagegen sich mit Statuten zu beschäftigen, weil sich daraus immer Diskussionen ergeben. Die Amicale pflegte stattdessen stets eine starke Hinwendung zum zwanglosen gesellschaftlichen Treffen. Das alles war also 1895 schon angelegt. Nur die Vorstellung, dass der Präsident alles alleine bezahlen soll, warum er auch jedes Jahr zu wechseln hat, mutet uns heute fremd an. Leider finden wir keine weiteren Spuren des “Polytechnikervereins”. Vielleicht war entweder das Echo unter den Ehemaligen nicht groß genug oder es fand sich niemand, der bereit war die ganze Veranstaltung alleine zu bezahlen.
Bourggraff fügt seinem Aufruf eine Liste von Absolventen der Hochschule an, die er ermittelt hat. Geschickt erzeugt er den Eindruck, als ob diese alle schon zugesagt hätten oder dabei gewesen wären, was sicher nicht der Fall ist. In die Liste nimmt er auch aktuelle Studenten auf! Er muss sie irgendwie in Erfahrung gebracht haben und die Art und Weise wie er sie präsentiert, deutet darauf hin, dass er keine fertige Liste von der Hochschule bekam, sondern dass er sie sie selber zusammengestellt hat. Er legt mehr Wert darauf, dass der Leser erkennt wer gemeint ist, als auf die korrekte Wiedergabe der Namen, die er offensichtlich nicht alle kennt! Beispiele:
- Funck, Student zu Luxemburg-Grund;
- Godchaux, Betriebsdirektor der Zinkfabriken zu St. Amand-lez-Valenciennes in Frankreich;
- Godchaux Sohn, Ingenieur zu Schleifmühl;
- Jak. Henrion aus Luxemburg, Fabrikationschef zu Villerupt;
- Fr. Hanff, Sohn des Herrn Friedensrichters zu Esch an der Alzette, Fabrikationschef zu Dieuze in Lothringen;
- Emil Hirtz ans Heinerscheid Direktor der Hochöfen Coquerill zu Seraing bei Lüttich;
- Hemmer, Student zu Esch an der Alzette;
- Fr. Kintzelé, Oberingenieur und Betriebsdirektor der Stahlwerke zu Rothe Erde bei Aachen;
- Klein, aus Siebenbrunnen. Ingenieur bei Boch zu Mettlach;
- Albert Knaff, Ingenieur zu Hörde (Deutschland);
- Knepper, Bezirksarchitekt zu Diekirch;
- Eugen Lang, Bezirksingenieur zu Diekirch;
- Lose [sic]20, Fabrikationschef zu Steinfort;
- Ernest Loser
- und Alphons Loser, Studenten zu Wiltz;
Ob er auch zu den Studenten Kontakt aufgenommen hatte?
Der genannte Theodor Bourggraff, war zwei Jahre später auch an einer weiteren, für unsere Geschichte wichtigen Vereinsgründung beteiligt: Am 27. März 1897 wurde der luxemburgische Ingenieurverein “Association des Ingénieurs Luxembourgeois” (ALI) ins Leben gerufen und Bourggraff war sein erster Sekretär. Der Verein benannte sich später in „Association des Ingénieurs Luxembourgeois et Industriels“ (ALII) um, war nach dem 2. Weltkrieg der Dachverband der Vereine der Ingenieure, Architekten und Industriellen (ALIAI) und ist der Vorläufer des heutigen Vereins „Ingénieurs et Scientifiques“. Der Verein, der im selben Jahr seine 100-Jahrfeier begeht wie wir, hatte stets eine große Bedeutung für den unseren. Viele Aachener Absolventen bekleideten auch Vorstandsposten in der ALII. Sie schrieben dort Artikel in der Vereinszeitung, Revue Technique, wo sie öfters in Anspruch nahmen, im Namen beider Vereine sprechen zu können.
Interessant ist in dem Zusammenhang auch, dass sowohl Welter als auch Bourggraff noch die alte Bezeichnung „Polytechnikum“ benutzen, obwohl die Hochschule bereits seit 1882 nicht mehr so hieß. Der ursprüngliche Name blieb bei den Luxemburgern noch lange in Gebrauch, insbesondere in französischen Texten, sicherlich auch, um die Hochschule in eine Reihe mit französischen polytechnischen Schulen zu stellen. Anklang an die ursprüngliche Bezeichnung findet sich im Namen des Ehemaligenvereines “Amicale des Anciens étudiants de l’école polytechnique d’Aix-la-Chapelle”, dessen Anfänge, wie wir gesehen haben, sogar vor der eigentlichen Gründung des AV d’Letzeburger liegen.
Aufgrund der zeitlichen Nähe zum Gründungsdatum des AVL denken wir, dass diese Mitteilung die Keimzelle des späteren Absolventenvereins war. Aus der Revue Technique wissen wir, dass auch Absolventen die vor 1897 Aachen verliessen und dem AVL gar nicht angehört haben können, bei ihrem Ableben von der „Amicale des Anciens étudiants d’Aix“ geehrt wurden.
Die Regelung, dass der Vorsitzende des Ehemaligenverbandes des AVL jedes Jahr zu wechseln hat, findet sich nicht in den Statuten und es ist auch nicht anzunehmen, dass sie jemals Anwendung fand. Leider fehlen uns eigene Dokumente, und in der Presse fand der Alte Herren Verband sehr viel weniger Niederschlag als der Aktivenverein. Schon 1914 begegnet uns als Vorsitzender der Amicale Dr. Jean Weiwers, der diese Funktion bis zu seinem Tode 1929 beibehalten wird. Angetreten haben kann er sie aber frühestens 1901, als er das Diplom abschließt. Vielleicht folgte er Bourggraff, dessen Name öfter auch Burggraff geschrieben wird, in dieser Funktion als jener 1905 starb21. Das war ein Jahr bevor Weiwers seine Doktorarbeit publizierte und Aachen endgültig verließ.
WANN WURDE DER AVL GEGRÜNDET?
Die kanonische Antwort auf diese Frage findet sich in Max Eckerts Aufsatz „Der Aachener Student“ der Teil der Festschrift zum 50. Bestehen der RWTH im Jahre 1920 ist, dort schreibt er:
Seit Oktober 1897 besteht der ‘Akademische Verein d’Letzeburger’“.
Dies macht insofern Sinn, als dass im Oktober die Vorlesungen beginnen.
Eine andere Quelle nennt sogar ein präziseres Datum und verlegt die Gründung auf den 29. Juli 1897 ins Sommersemester dieses Jahres vor. Bei dieser Quelle handelt es sich freilich um eine sekundäre. Im Specimen Corporationum Cognitarum22, einer Datenbank mit allerlei Informationen zur Geschichte der unterschiedlichsten Studentenverbindungen, welche der Zahnarzt Hartmut Jess im Jahre 2000 als CD rausbrachte war dieses Datum hinterlegt. Leider konnte der Autor bis dato keine Kopie der CD auftreiben, und der Herausgeber hatte auf seine Anfrage nicht geantwortet, daher ist für uns nicht nachzuvollziehen, woher er diese Information hat. Sie bleibt daher zweifelhaft.
Wenn wir der Bildüberschrift zum Foto “Fahnenweihe” vertrauen, müssten wir sogar eine Gründung im Jahre 1896 annehmen, denn sie nimmt in Anspruch, dass das Foto 1901 zur Erinnerung an das fünfte Stiftungsfest aufgenommen worden wäre.

Weil das Foto das älteste Dokument ist das wir haben, welches sich zu dieser Frage äußert, kann diese Hypothese nicht einfach von der Hand gewiesen werden. Gäbe es den A.V. d’Letzeburger bereits seit 1896 wäre diese Gründung an den Termin des erstmaligen Zusammenschlusses der Alten Herren in einer “Polytechniker-Verbindung” zum Samstag vor der hauptstädtischen Kirmes den 30.8.1895 herangerückt. Demnach wäre dann nicht nur die Wiedergründung von 1949, sondern bereits die erste Gründung des Vereins im 19. JH maßgeblich von den Ehemaligen betrieben worden!
Andererseits steht diese Annahme nicht nur im Widerspruch zu dem freilich viel später schreibenden Max Eckert, sondern auch zur überlieferten Tradition. Der erste Bericht eines Stiftungsfestes von 1921 hält jedenfalls fest, dass es sich um das 24. gehandelt hätte. Am 12. Juli 1921 stand auf Seite 3 im Luxemburger Wort zu lesen23:
— Luxemburger im Auslande. Die Studentenverbindung, der akademische Verein „d’Letzeburger” in Aachen, feierte am 8. Juli ihr 24. Stiftungsfest. Um 7 1/2 Uhr fand im Vereinslokale (Lavenstein) ein offizieller Festkommers statt, welcher äußerst zahlreich besucht war u. aufs glänzendste verlief.
Wir können nicht ausschließen, dass das Gründungsdatum im Laufe der Jahre vergessen, oder die Überlieferung aus unbekannten Gründen später auf das Gründungsjahr 1897 zurechtgebogen wurde. Ein simpler Schreib- oder Rechenfehler beim (späteren?) Beschriften des Fotos „Fahnenweihe“ ist freilich auch gut möglich.
WER GRÜNDETE DEN AVL?
Nachstehend eine Tabelle, aller Luxemburger die zu dem Zeitpunkt in Aachen gewesen sein könnten.
| Vorname, Name | Mitglied des | Fach | in Aachen | Lebensdaten | aus | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| VChH – | AVL | |||||||
| Beaucolin, Constant | ch | 1895-1897 | 1876-1939 | Luxembourg | ||||
| Bodson, Hubert | mb | 1897-1899 | 1878-1944 | Luxembourg | ||||
| Cito, Camille | ja | 1893 | ch | 1893-1899 | 1872-1936 | Bascharage | ||
| Feyden, Louis | hk | 1896-____ | Luxembourg | |||||
| Funck, Victor | ja | 1895 | hk | 1894-____ | ||||
| Hemmer, Leo | ja | 1895 | ja | hk | 1894-1900 | 1874-1947 | Esch-sur-Alzette | |
| Lefort, Tony | ja | hk | 1897-1902 | 1879-1928 | Diekirch | |||
| Liesch, Eduard | ja | 1897 | ? | hk | 1896-1900 | 1876-____ | Mondorf | |
| Loser, Erneste | hk | 1894-1900 | 1874-____ | Clervaux | ||||
| Michaelis, Auguste | ja | hk | 1897-____ | 1878-____ | Luxembourg | |||
| Paquet, François | ja | 1895 | hk | 1895-1899 | 1874-1950 | Garnich | ||
| Raters, Franz | ja | hk | 1897-1902 | 1875-1956 | Luxembourg | |||
| Reding, Jean-Pierre | ja | hk | 1896-1900 | 1877-1901 | Diekirch | |||
| Rousseau, Henri | hk | 1897-1906 | 1879-____ | Esch-sur-Alzette | ||||
| Schmitz, Jean Nikolas | 1893-____ | Biwisch | ||||||
| Schrader, Pierre | ja | hk | 1895-1900 | 1878-1939 | Luxembourg | |||
| Spoo, Otto | ja | hk | 1894-____ | 1872-1923 | Esch-sur-Alzette | |||
| Weckbecker, Jules | ch | ____-1901 | Luxembourg | |||||
| Weis, Sosthène | ar | 1891-1897 | 1872-1941 | Merzig | ||||
| Weiwers, Jean | ja | ch | 1897-1901 | 1874-1929 | Neudorf | |||
| Wolff, Charles | ja | hk | 1894-____ | ____-1946 | Garnich | |||
Anmerkungen zu dieser Liste:
- Bei den Mitgliedern des VChH die aus dem Verein austraten, haben wir in der zweiten Kolonne das Jahr dieses Schrittes angegeben.
- In Fettschrift haben wir jene hervorgehoben, die ihr Studium im mutmaßlichen Gründungsjahr in Aachen begannen. Dass es so viele sind, scheint uns kein unwesentlicher Faktor zu sein.
- Kursiv stellten wir die Namen derjenigen, die wir für eher unwahrscheinliche Gründungsmitglieder halten, etwa Spoo und Schrader, weil sie nicht aus dem VChH austraten. Sosthène Weis erhielt 1897 sein Aachener Diplom und wechselte zum weiteren Studium nach München.
- Diese Liste könnte einerseits noch unvollständig sein und andererseits einige Namen zu Unrecht darauf stehen, denn wir konnten nicht alle Daten ermitteln.
Wichtige Erkenntnisse bei dieser Frage lieferte uns das bereits erwähnte Foto aus dem Jahre 1901 zur Fahnen- und Wappenweihe des AVL. Es befand sich im Besitz von Camille Keiffer24 und war erfreulicherweise beschriftet, so dass für einige der Genannten zumindest die Mitgliedschaft im AVL belegt ist. Das macht sie leider noch nicht notwendigerweise zu Gründungsmitgliedern, sie könnten ja auch später zum Verein dazugestossen sein.

| Letzte Reihe, stehend | 9: G. Prussen | 11: E. Schrantz | Fahne | 14: V. Mersch | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Hinten stehend | 8: J. Jaquinot | 10: A. Michaelis | 12: N. Raus | 13: C. Keiffer | 15: L. Dondelinger | 16: T. Lefort | 17: E. Mersch |
| Sitzend | 3:F. Raters | 4:P.J. Muller L x Louvain | 5:L. Hemmer | Wappen | 6:J. Weiwers | 7:A. Wirion XIII | |
| Vorne liegend | 1:L. Laval | 2:F. Consten | |||||
Lediglich einer auf der obigen Liste wird einmal in unseren Schriftquellen als Gründungsmitglied bezeichnet, freilich erst 30 Jahre später: Jean Weiwers! 1927 stand in der Zeitung zu lesen25:
Aus Nah und Fern waren die “Alten Herren” herbeigeeilt, um mit der Jugend wieder einmal einige feuchtfröhliche Stunden zu verleben. Ansprachen wurden gehalten vom Vorsitzenden des Verbandes der “Alten Herren” und Mitgründer des Vereins, Herrn Dr. Ing. Jean Weiwers, vom ersten Chargierten Herrn Franz Colas, vom luxemburgischen Generalkonsul Herrn Erich Cüpper.”
Derweil die Zeitungen üblicherweise zwar die Rede des Konsuls im vollen Wortlaut wiedergaben aber ansonsten nur wenig über die Feier schrieben, machte das Luxemburger Wort zum 30. Stiftungsfest eine Ausnahme und gab auch die Rede des Präsidenten des AVL Franz Colas wieder, aus der wir nun zitieren möchten26:
30 Jahre sind verflossen, seitdem unsere Vorgänger den Verein ins Leben gerufen haben. Klein waren seine Anfänge, nur wenige waren es, welche die Gründung desselben in die Hand genommen.
Nach allen Seiten waren Schwierigkeiten zu überwinden, was mühevolles Arbeiten aller Mitglieder verlangte: und zu dem passenden Wahlspruch „Rull de Wack“ führte. Aber bald fand das Streben des akademischen Vereins Anerkennung; seine Mitgliederzahl hat stetig zugenommen und heute zählt der A.V. d’Letzeburger nicht weniger als 150 Mitglieder27. (…) Es freut mich besonders unseren eifrigsten Gründer bei und noch heute eifrig als Präsidium des „Alten Herren” Verbandes mitarbeitenden „Alten Herrn”, Herrn Dr. Ing. Jean Weiwers hier begrüßen und bedanken zu können.”



WIE WURDE DER AVL GEGRÜNDET.
Der Name des neuen Vereines klang damals schon etwas hölzern, da er aus zwei Teilen besteht und auf Deutsch und luxemburgisch zugleich formuliert ist. In den 1890er setzten allerdings nicht nur die Luxemburger, sondern fast alle Aachener Studentenvereine bei der Gründung oder Umbenennung das Konstrukt “Akademischer Verein”, vor den eigentlichen Namen. (Z.B. “akademischer Verein Schlägel und Eisen”, “akademischer Verein der Chemiker und Hüttenleute”). Daraus geht das Verlangen nach gesellschaftlicher Anerkennung hervor, welche Ingenieure und Ingenieurstudenten damals offenbar vermissten. Die Verwendung von “Letzeburger”, statt etwa ein latinisiertes “Luxemburgensia” ist hingegen ein deutliches Bekenntnis zur Heimat.
Ziel und Zweck des Vereines geben die ersten Artikel der ältesten bekannten Satzungen wieder. Wir wissen leider nicht wann sie niedergeschrieben wurden (siehe unten). Ein Auszug:
§ 1.
Der akademische Verein “d’Letzeburger” hat den Zweck, den freundschaftlichen Verkehr zwischen den an der Aachener Kgl. Techn. Hochschule studierenden Luxemburgern zu heben und zu befestigen, ihre neu angekommenen Freunde aus dem Vaterland ins akademische Studium einzuführen, sie während der Studienzeit durch liebevolles Entgegenkommen zu unterstützen, sowie ihnen auch nach vollendetem Studium im späteren Leben nötigenfalls mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
§ 2.
Zur Erreichung dieses doppelten Zieles dienen allgem. Offizielle Vereinsveranstaltungen:
Wissenschaftliche Exkursionen und Vorträge;
Vereinsconvente, Kneipabende und Sonntagsfrühschoppen.
Wie bereits der Verein der Luxemburger in Löwen, der akademische Verein der Chemiker und Hüttenleute und sicher auch die Orano-Luciliburgia, ist der neugegründete Verein nach Form und Sitten eine deutsche Studentenverbindung:
Die Luxemburger halten „Kneipen“ genannte ritualisierte Trinkgelage nach eigenen Regeln ab. Diese Regeln sind in einem „Bierkomment“ genanntem Text zusammengefasst, den der AVL 1909 in einem kleinen, handlichen Heftchen veröffentlichte28. Hierin tun sie es den Freunden aus Löwen gleich. Die “Letzeburger zu Léiwen” (LL) feierten ebenfalls nach deutschen Regeln. Sie übernahmen den Text aus dem Leipziger Bierkomment29. Es handelte sich also möglicherweise um einen Reimport.
Sie singen dabei in erster Linie Lieder aus dem deutschen Kommersbuch. Eigene Liederhefte sind ab den 1920er überliefert. Sie enthalten neben Liedern aus dem Kommersbuch eigentlich nur die „Heemecht“.

Auf der Kneipe reden sich die Studenten nicht mit Vor- oder Nachnamen an, sondern verwenden sogenannte Biernamen. Dies sind zumeist ein- höchstens zweisilbige Namen welche später oft zu Rufnamen werden. Unterschreiben sie Briefe oder Postkarten an Freunde, oder widmen diesen z.B. ihr Porträt, wird dieser Biername gerne mit erwähnt, z.B.
- Alphonse Laurent alias Wack, oder Camille Keiffer alias Komper.
- Umgedreht schrieb man Komper vulgo Camille Keiffer
Hierbei sind sie aber offensichtlich nicht so streng wie die Freunde aus Löwen. Diese verfügten bereits 1880:
Le président trouvant que c’est trop banal de s’appeler Pierre ou Paul, propose aux membre de se choisir d’autres noms ; ces noms doivent être monosyllabes.30
Jedes Mitglied erhält einen Biernamen, ob es will oder nicht. Frühe Biernamen orientierten sich oft an der Physionomie (Faass), Charaktereigenschafen (Onk, Komper, Kluck), Lebensgewohnheiten (Kluef, Soff, Patt, Zech), spätere eher am gewählten Studienfach (Schlak, Tipp, Zill, Ueleg, Schrauw, Stack). Egon Zander erklärte uns, wie er 1923 zu seinem Namen kam31:
Leon Thill und ich habe im Atnenäum studiert und kamen zusammen nach Aachen. Da wurde Schlaakentipp geteilt und Thill bekam den Namen Schlaak und ich Tipp.
Zur Erklärung: Beide studierten Hüttenkunde, würden also öfter mit Schlakentipps (Schlackenhalden) zu tun bekommen. Schrauw und Stack waren wiederum beide Maschinenbauer, usw.
Die Studenten tragen Mützen, Bändchen in den Vereinsfarben rot-weiss-blau, tauschen Bierzipfel und schreiben sich Couleurkarten. Wir dürfen annehmen, dass sie dies von Anfang an tun, die genannten Utensilien sind bereits auf den Fotos von 1900 zu sehen.


Unklar ist, wann der AVL sich seine ersten Statuten gab. Wir besitzen ein Heftchen mit Statuten. Leider trägt das Heft kein Datum, wir müssen sie aber als die ältesten bekannten Statuten des AVL ansehen, denn sie sind deutlich weniger ausführlich als die von 1915.
Höchstinteressant ist auch der Fundzusammenhang: Sie wurden 1994 dem Autor von Roland Conter übergeben, welcher 1949 an der Wiedergründung des AVL nach dem 2. Weltkrieg beteiligt war. Conter war als Jugendlicher mit seinen Eltern nach Schlesien verschleppt worden. Als er 15 war, sprach ihn dort ein Kollaborateur an und fragte ihn, was er später mal werden wollte. Als er antwortete „ich will in Aachen studieren und Ingenieur werden“ schenkte ihm dieser Mann zwei Hefte: das Bierkomment von 1909 und eben diese Statuten32. In einem Brief ging er später näher auf diese Umstände ein33:
Von wem ich die alten Statuten und den Bierkomment aus dem Jahre 1909 habe, kann (und will) ich Ihnen nicht sagen. Wie Sie vielleicht wissen, war ich während des Krieges deportiert, (umgesiedelt, wie die Deutschen diese Sauerei umschrieben). Es kommt im Leben aber nun mal vor, dass man sich auch mit Leute aus einem andern Lager aufhalten muss. So erging es auch mir. Ich habe diese 2 Büchlein von einem Luxemburger der freiwillig in der deutschen Wehrmacht war und es sogar zum Leutnant gebracht hat, und im Süden des Landes seine Pension geniesst. Woher dieser Herr die 2 Büchlein her hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Soviel ich weiss, hat er nie in Aachen studiert.
Von einem anderen unserer Zeugen wissen wir, dass deutsche Soldaten bei der Invasion im Mai 1940 die Häuser der Geflüchteten im Süden des Landes plünderten. Egon Zander schrieb34:
Während der Evakuierung 1940 hausten in meiner Escher Wohnung deutsche Soldaten, die viel stahlen so auch Beret und Bierzipfel.
So dürften die beiden Hefte auch aus dem Haus eines Aacheners gestohlen und später an den Leutnant weiter gereicht worden sein.
Interessant sind handschriftliche Aufzeichnungen auf der letzten Seite dieser mutmaßlichen Ursprungssatzungen, vermutlich vom unbekannten ursprünglichen Besitzer angefertigt. Es sind die Namen einzelner Aachener Korporationen und die Farben die sie tragen. Das Original wurde gedruckt bei der “Buchdruckerei G.Willems, Esch a.d. Alzette.”
Bereits diese ältesten bekannten Statuten unterscheiden zwischen Neumitgliedern die man „Füchse“ nennt und Vollmitgliedern, die „Burschen“ genannt werden. Es besteht Pflicht an den Vereinsaktivitäten teilzunehmen, zumindest solange man aktives Mitglied ist. Nur zum Ablegen der Diplomvor- und –hauptprüfung darf sich der Bursche für inaktiv erklären. Auch sehen die genannten Statuten von Anfang an vor, dass die Mitglieder „ihre neu angekommenen Freunde aus dem Vaterland ins akademische Studium einzuführen, sie während der Studienzeit durch liebevolles Entgegenkommen zu unterstützen, sowie ihnen auch nach vollendetem Studium im späteren Leben nötigenfalls mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.“35
Auch die Absolventen bleiben Mitglieder, Stichwort „Lebensbundprinzip“. In deutschen Studentenverbindungen nennt man diese Mitglieder traditionell „alte Herren“, auch jene die nicht viel älter als die aktiven Studenten sind. Sie bildeten unter sich einen „Alte Herren-Verband“ (abk. A.H.A.H.-Verband), dem die Statuten auch einige Rechte einräumen. Die Eigenbezeichnung „Al Oochener“ für die treuen AVL‘er mit Diplom, die spätestens nach dem zweiten Weltkrieg benutzt wurde, entstand höchstwahrscheinlich aus der Bezeichnung „alte Herren“. Wir finden früh Beispiele, wie Alte Herren den Studenten helfen, etwa indem sie ihnen Betriebsbesichtigungen ermöglichten36 oder sich sonst wie für sie einsetzten. So sagt z.B. Charles Roger in seiner Grabrede für François Geib über diesen37:
Nous pouvons dire maintenant que ses yeux fermés, combien il était généreux et nul ne saura combien d’étudiants ont pu continuer leurs études à Aix grâce à son encouragement et grâce à ses discrètes interventions.
Diese Satzungen werden 1915 ergänzt. Jetzt besteht der AVL in § 3 sogar ausdrücklich darauf eine Korporation zu sein und definiert Wahlspruch, Bierzirkel und Wappen, die wie wir sehen konnten, aber schon viel früher geführt wurden.
WO WURDE DER AVL GEGRÜNDET
Das wissen wir nun überhaupt nicht. Es ist anzunehmen, wie alle Vereine damals in irgendeinem Bierlokal in Aachen.
VERSUCH EINER SYNTHESE
Wir haben also gesehen:
- Viele Luxemburger schlossen sich in den 1890er Jahren dem VChH an, kehrten ihm aber zunehmend nach kurzer Zeit den Rücken. In dem Verein herrschte viel Missstimmung.
- Es gab Zusammenschlüsse von Aachener Absolventen und insgesamt ein Bestreben, sich in Vereinen zu organisieren.
- Der vielleicht wichtigste Grund: es kamen immer mehr Luxemburger zum Studium nach Aachen. Da sie bereits schon mal einen eigenen Verein hatten, bestand der Wunsch einen zu gründen vielleicht immer und nun waren sie schlicht endlich wieder in genügend großer Zahl dafür.
- Erste Mitteilungen über das Vereinsleben haben wir ab 1899, die Mitglieder tragen da schon Mützen, Bändchen, tauschen Bierzipfel usw. Sie verstehen sich als eine Studentenverbindung und unterscheiden sich, genauso wie die Luxemburger in Löwen, kaum von einer deutschen Verbindung. Der Verein steht quasi sofort in voller Blüte.
Das ist gar nicht so ungewöhnlich wie es uns heute erscheint, Gepflogenheit deutscher Studentenverbindungen waren in Luxemburg bekannt! So druckte das Luxemburger Wort 1888 z.B. folgenden Witz ab38:
Student zu einem ehemaligen Studiengenossen, der Lieutenant geworden:
Bei mir ging’s Avancement schneller als bei Dir!
Lieutenant (lächelnd): Du bist noch Student.
Student: Entschuldige – schon Fuchsmaior [sic].
Wir können davon ausgehen, dass die Luxemburger in Aachen von Anfang an wussten, was sie wollten und wie so eine Verbindung funktioniert! Wenn sie es nicht schon in der Heimat erfahren hatten, als sie alle zusammen am Athenäum büffelten, so erfuhren sie es von den Freunden aus Löwen, oder aber Dissidenten des VChH wie Leo Hemmer zeigten es ihnen. Wenn es so war, ist es keineswegs mehr abwegig sich vorzustellen, dass einer der ersten Akte das Feiern eines Stiftungsfestes noch im Gründungsjahr war, denn der 29. Juli 1897 war ein Samstag! Mit dieser Annahme, dass bereits bei der Gründung das erste Stiftungsfest gefeiert wurde, 1898 dann das zweite usw. ist auch der Widerspruch aufgehoben den die Angabe aufgeworfen hatte, dass die Fahnenweihe 1901 zum fünften Stiftungsfest erfolgt sei39.
Bleibt Professor Max Eckert, für den der AVL erst seit Oktober bestehen würde. Nun, Eckert schrieb 23 Jahre später und war erst seit 1907 in Aachen. Er schrieb also sicher nicht aus eigener Erinnerung, sondern anhand von Aufzeichnungen. Die einfachste Erklärung wäre, dass Eckert noch Zugriff auf heute verschwundene, nicht ausgewertete oder uns schlicht unbekannte Unterlagen des Rektorats hatte. Die Luxemburger hatten sicher dem Rektor ihre Gründung angezeigt, möglicherweise bis dahin ihre Statuten ausgearbeitet und der Hochschulleitung sie zur Genehmigung vorgelegt. Demnach wäre der Oktober der Monat gewesen, in dem die Gründung dann genehmigt worden wäre.
- Max Eckert: „Der Aachener Student“ in Paul Gast (Herausgeber): Die technische Hochschule zu Aachen 1870-1920 – eine Gedenkschrift, Aachen 1920. Seite 437. [↩]
- Eine Abbildung findet sich in „Maison de Raville : ein Zeitdokument : Luxemburger Geschichte um ein Renaissance-Haus”, André Haagen, Jean-Pierre Koltz, Paul Margue … [et al.] 1981. Auf Seite 46. [↩]
- Siehe Beitrag „Die Entwicklung der Zahl der Luxemburger Studenten in Aachen vor 1939“ [↩]
- Eckert op. cit., Seite 437: „Obwohl die Fachvereine die freiesten Vereinigungen an der Hochschule sind, nannte man die übrigen Vereine und Verbindungen “freie Vereine”, weil ihre Mitglieder sich aus den verschiedenen Abteilungen rekrutierten.“ [↩]
- Verschiedene Nachrichten.. In: Luxemburger Wort, 1901. Jg., nº 120 (30.04.1901), p. 3. [↩]
- Pistolenduelle kamen hauptsächlich zwischen Deutschen und Ausländern vor. Lt. Eckert Seite 441. [↩]
- In: Allerlei.. In: Obermosel-Zeitung, 15. Jg., nº 22 (17.03.1896), p. 3. [↩]
- Eckert op. cit. Seite 459. Eckert scheint hier auf Unterlagen des Vereins zugegriffen zu haben. [↩]
- Eckert, ebenda.. [↩]
- Eckert, op. cit. Seite 415 [↩]
- Eckert, op. cit. Seite 458, 459 [↩]
- Daniel Erpelding „Rull de Wack“, Aachen 1997. Seite 22. [↩]
- Eckert, op. cit. Seite 459 [↩]
- Lokal-Nachrichten.. In: Escher Courrier, nº 38 (07.08.1895), p. 3 [↩]
- Preußische Studenten.. In: Luxemburger Wort, 1909. Jg., nº 327 (23.11.1909), p. 1. [↩]
- Ein Schelmenroman aus der Gegenwart.. In: Obermosel-Zeitung, 18. Jg., nº 91 (15.11.1898), p. 1. [↩]
- Dies waren ab 1905 Jean Origer, Emile Hentges und Dr. Karl Lessel siehe http://onsstad.vdl.lu/fileadmin/uploads/media/ons_stad_107-2014_16-23.pdf [↩]
- Chronik aus der Hauptstadt. Luxemburg In: Obermosel-Zeitung, 15. Jg., No 70, Spezial-Ausgabe für den Kanton Esch an der Alzette und nächste Umgebung (30.08.1895), p. 1. [↩]
- Vereinsnachrichten – Festlichkeiten.. In: Luxemburger Land in Wort und Bild., 1. Jg., No 22 (01.09.1895), p. 5. [↩]
- Gemeint ist Gustav Loosé [↩]
- Lokal-Neuigkeiten.. In: Luxemburger Wort, 1905. Jg., No 54 (23.02.1905), p. 3. [↩]
- Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Specimen_Corporationum_Cognitarum [↩]
- Lokales. In: Luxemburger Wort, 1921. Jg., nº 160 (12.07.1921), p. 3. [↩]
- Das Foto befindet sich heute im Besitz seiner Urenkelin Nicole Hartmann-Burghaus, die es uns dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat. [↩]
- In der Obermosel-Zeitung, 47. Jg., nº 161 (14.07.1927), auf Seite. 2. [↩]
- Luxemburger Wort, 1927. Jg., nº 194 (13.07.1927), Seite. 3. [↩]
- 150 Mitglieder erscheint uns ein wenig viel. Nach unseren Berechnungen waren in dem Jahr nur noch so um die 35 Studenten überhaupt an der RWTH eingeschrieben. Colas hat vermutlich die Alten Herren mitgezählt. [↩]
- Eine Abschrift des Bierkommentes findet der Leser beim Internetauftritt der Amicale. Ein erhalten gebliebenes Originalheft aus dem Besitz von Victor Bouchet kann auch in der Nationalbibliothek konsultiert werden. [↩]
- Tom Theves : Le cercle des étudiants luxembourgeois à Louvain de 1880 à 1914, in Hémecht 2002, No 4. Seite 477. [↩]
- Tom Theves : Op. cit. Seite 479 [↩]
- Brief an den Autor vom 23. November 1992 [↩]
- Fernmündliche Mitteilung am 1. September 1992 [↩]
- Brief von Roland Conter vom 10. Mai 1994 [↩]
- Brief vom 23 November 1992. [↩]
- Man vergleiche diese Formulierung mit jener in Bourggraff Aufruf an die Ehemaligen „Die Mitglieder kommen jedes Jahr an dem festgesetzten Tage zusammen, um sich wieder zu sehen, sich kennen zu lernen und eventuell sich gegenseitig zu unterstützen und einander voranzuhelfen.“ Siehe oben. [↩]
- Lokal-Neuigkeiten.. In: Die neue Zeit = Les temps nouveaux, 3. Jg., nº 81 (07.01.1914), p. 2. [↩]
- Lokal-Chronik. In: Luxemburger Wort, 1939. Jg., nº 87 (28.03.1939), p. 6. [↩]
- Auch avancirt [sic]. In: Luxemburger Wort, 1888. Jg., nº 327 (22.11.1888), p. 3. [↩]
- Auch andere Verbindungen wie z.B. die Aachener KDStV Frankonia feierte als erstes ein Fest. So schreibt Regierungsbauführer Frank 1920 zur Geschichte des Vereins “Der kurze Faden der Verbindungsgeschichte, die am 15. Januar 1899 mit dem Gründungsfest begann, ist schnell abgewickelt.” Eckert, Seite 454. [↩]