Kleine Zeittafel

Zusammengestellt von Daniel Erpelding

1870 Aufnahme des Vorlesungsbetriebs des Aachener Polytechnikums. Eröffnungsfeier der neuen Hochschule am 10. Oktober.
1872 Gründung des Fachvereins der Chemiker und Hüttenleute am 18. November. Viele Luxemburger schließen sich ihm an.
1874 Pierre Mouris ist der erste Hüttenmann der Hochschule und der erste Luxemburger Absolvent.
1880 Gründung der Letzeburger zu Léiwen (LL) des « cercle des étudiants luxembourgeois à Louvain » im belgischen Löwen.
1886 Gründung der „Orano-Luciliburgia“. Aachen ist damit nach Löwen (Louvain) die zweite Universitätsstadt mit einem Luxemburger Studentenverein.
1891 Zusammenbruch der Orano-Luciliburgia. Die Luxemburger schließen sich wieder den Fachvereinen an.
1894 Streit beim Verein der Chemiker und Hüttenleute. Die Studenten wollen die Mitglieder zur unbedingten Satisfaktion verpflichten, die Ehemaligen sind dagegen, der Verein muss suspendieren.
1895
  • Streit um die Satisfaktionsfrage eskaliert. Der Carolingia wird der Vorsitz des Allgemeinen Studentenausschuss (ASTA) verweigert.
  • Das Corps Marko-Guestphalia führt die unbedingte Satisfaktion ein.
  • Théodore Burggraff ruft dazu auf einen Absolventenverein zu gründen. Möglicherweise die Keimzelle der späteren Amicale.
1897
  • Im April, Gründung des Luxemburger Ingenieurvereins, aus dem rasch der Ingenieur- und Industriellenverein wird (ALII)
  • Gründung des Akademischen Vereins d’Letzeburger (AVL). Möglicherweise am 29. Juli, spätestens zum Oktober.
1899 Aachener Delegation nimmt an der Fahnenweihe der Lëtzeburger zu Léiwen am 21. Mai in Löwen teil.
1901 Am 29. Juni, unter der Präsidentschaft von Camille Keiffer hat der AVL dann seine eigene Fahnen- und Wappenweihe in Aachen.
1905 Am 3. Juni nimmt eine Aachener Delegation am 25. Stiftungsfest in Louvain teil.
1906 Doktorwürde für Jean Weiwers, den späteren langjährigen Präsidenten der Verbandes der Alten Herren (AHAH).
1907 10. Stiftungsfest des AVL.
1909
  • Der 200. Hütteningenieur ist ein Luxemburger: Mathias Koener, er wird von der Hüttenmännischen Vereinigung am 18. Juni mit “einen glänzend verlaufenen Festkommers” im Beisein vieler Mitglieder des Lehrkörpers besonders geehrt.
  • Der AVL veröffentlicht sein Bierkomment.
1910 Gründung des katholischen Akademikervereins (AV) in Luxemburg.
1912 Gründung der Association générale des étudiants luxembourgeois (AGEL) als linksliberaler Gegenpart zum AV. Bekannt ist der Verein aber nur als ASSOSS.
1914
  • Am 28. Juni: Attentat von Sarajevo.
  • Am 14. Juli Beerdigung des alten Herren (AH) Léon Dondelinger. Grabreden halten AH Tony Lefort und Student Robert Welter.
  • 2. August: Deutscher Überfall auf Luxemburg und Belgien, das ist zugleich der Beginn des ersten Weltkrieges. Luxemburg wird von deutschen Truppen besetzt.
1915
  • Am 8. Februar schreibt der AVL an den Staatsminister, da immer mehr Landsleute in Aachen in wirtschaftliche Not geraten seien.
  • Am 4. April genehmigt die Generalversammlung der AHAH die neuen Statuten.
1918
  • 9. November: Revolution in Deutschland angesichts des absehbar verlorenen Krieges.
  • 11. November Waffenstillstand von Compiègne. Der erste Weltkrieg ist zu Ende.
  • Am selben Tag: Mitteilung des zweiten Chargierten Bouchet zum Befinden der Luxemburger Studenten an die Eltern.
  • Ende November: belgische Truppen besetzen Aachen.
1919
  • Am 9. Januar dankt Großherzogin Marie Adelheid ab.
  • Am 28. September: Referendum in Luxemburg über Staatsform und wirtschaftliche Orientierung.
1920
  • Die Gebühren für Ausländer an der RWTH werden verzehnfacht.
  • Eupen und Malmedy werden an Belgien abgetreten.
  • 50 Jahrfeier der RWTH. Gründung der Mensa.
  • Gründung der Union Nationale des Etudiants Luxembourgeoises (UNEL).
1921
  • Wirtschaftskrise. Im März bieten 30 Aachener Studenten beim Arbeiterstreik in Dommeldingen der ARBED Mithilfe zum Erhalt der Anlagen an.
  • Ernennung von Erich Cüppers zum Honorarkonsul für Aachen.
  • Am 25. Juli: Unterzeichnung des Vertrags über die Union économique belgo-luxembourgeoise.
1922
  • Im Januar organisiert der neue Konsul eine Feier zum Geburtstag der Großherzogin. Diese Feier wird künftig zu einem festen Termin auch im Kalender des AVL.
  • Ab dem 17. Juni findet ein drei Tage dauerndes Stiftungsfest im großen Saale des Karlshauses, unter großer Beteiligung der „Alten Herren” aus Luxemburg statt.
1923
  • In Deutschland herrscht eine Megainflation. Im Oktober: Ausrufung der Rheinischen Republik, Beginn des Separatistenaufstandes. Unruhen auch in Aachen, zwei Luxemburger Studenten werden verletzt.
  • Wegen der Unruhen: Schließung der Hochschule durch die Interalliierte Kommission.
  • Am 30. Oktober Studentenzusammenkunft mit alten Herren im Restaurant Hippert in Luxemburg wegen der Schließung. Die Alten Herren raten dringend zum Abwarten.
1925 Mit Léon Cacitti wird zum ersten Mal jemand Präsident des AVL, der nicht als Luxemburger geboren wurde.
1926 Am 7. Juni: 29. Stiftungsfest mit Ansprachen von Colas und Generalkonsul Erich Cüpper. Die Hollandia ist dazu vollzählig erschienen.
1927
  • Ab dem 9. Juli: erneut ein dreitägiges Stiftungsfest, inzwischen zum 30jährigen Bestehen.
  • Kurz darauf: Beerdigung des Luxemburger Professors an der RWTH Paul Oberhoffer.
1928
  • Am 8. März Beerdigung von Emil Mayrisch, viele AVLer nehmen teil.
  • Am 22. März Beerdigung das AH Staatsrat Tony Lefort
1929
  • Am 24. Oktober: Börsencrash (Black Thursday) in Amerika. Beginn der Weltwirtschaftsdepression.
  • Am selben Tag Beerdigung des Präsidenten der Amicale Dr Jean Weiwers.
1932 Letztes großes Stiftungsfest des AVL mit vielen Beteiligten vor dem Krieg.
1933
  • 30. Januar: Hitler wird zum Reichskanzler ernannt. Seine NSDAP wandelt Deutschland mittels Terrors überraschend schnell in eine Diktatur um.
  • Luxemburger meiden nun den Studienort Aachen.
1935 Der AVL ist auf 6 Mitglieder geschrumpft.
1939
  • Der Luxemburger Konsul in Aachen, Erich Cüppers hält eine missglückte Rede zum Geburtstag der Großherzogin die er mit Heil Hitler beendet. Das kommt nicht gut an.
  • Der letzte Luxemburger Norbert Pütz besteht die Diplomprüfung und verlässt Aachen, er nimmt die Fahne mit.
  • Am 1. September: Beginn des zweiten Weltkrieges. Schließung der Hochschule.
  • Im November: Beerdigung von François Geib alias Kluck
1940 Am 10. Mai: Zweiter Deutscher Überfall auf Luxemburg. Beginn der vier Jahre dauernden Besatzungszeit.
1941
  • Im Oktober Volksbefragung der Luxemburger durch die Nazis zu Staatsangehörigkeit, Muttersprache und Volkszugehörigkeit. 3 x Letzebuerg.
  • Luxemburger dürfen nur noch an ausgewählten Hochschulen in Deutschland studieren. Rund 20 Luxemburger Studenten beginnen ein Studium in Aachen oder führen es fort.
1942
  • Am 19. Juni: Erster „politischer Abend“ der Zwangsbeschulung für Luxemburger Studenten in NS Ideologie. Student Felix Hoffelt erklärt gleich zu Beginn, dass die Luxemburger keine Uniform anziehen und auch kein SA-Ehrenabzeichen erwerben wollen.
  • Am 1. Juli: Verhandlung vor dem Rektor, Hoffelt darf nicht mehr in Deutschland studieren und kommt kurz drauf ins KZ Hinzert, die anderen bekommen das Semester nicht anerkannt.
  • Am 9. August: Hitler entscheidet, dass die Wehrpflicht in Luxemburg eingeführt wird.
  • Am 30. August: Gauleiter Simon verkündete die sofortige Zwangsrekrutierung der Luxemburger in die Wehrmacht.
  • Am 31. August Generalstreik in Luxemburg, auch einige alte Aachener nehmen teil und erleiden Sanktionen. Jean Baptiste Soisson z.B. stirbt im KZ Sachsenhausen am 23. September.
1943
  • Am 8. März stirbt Mathias Koener nach längerer Haft im KZ Hinzert, vier Tage nach seiner Freilassung.
  • Am 13. März werden die verbliebenen Luxemburger fast alle von der Hochschule verwiesen.
1944
  • 10. September: Die Amerikaner befreien Luxemburg. Offensichtliche Kollaborateure werden sofort festgesetzt, wenn sie sich nicht absetzen konnten.
  • 21. Oktober: Die Amerikaner erobern Aachen, das bedeutet die erneute Schließung der Hochschule.
  • 30. November: Beginn der Prozedur der Épuration administrative, der systematischen Untersuchung, wie sich insbesondere Leute auf verantwortungsvollen Posten während der Besatzungszeit verhalten haben. Davon sind auch einige Aachener betroffen.
1945 8. Mai 1945. Der Krieg in Europa ist zu Ende.
1946 3. Januar: Feierliche Wiedereröffnung der RWTH.
Mindestens vier Luxemburger, die in Kriegstagen in Aachen studiert hatten, kommen zurück an die Hochschule und schließen ihr Studium ab.
1949 Im Wintersemester gründen die Studenten Jean Thielen und Roland Conter mit Unterstützung der Alten Herren und ihres Präsidenten Frank Meyer, den AVL in Aachen neu.
1951 Neugründung der UNEL als Dachverband der Luxemburger Studentenvereine, die „Cercles“ genannt werden.
1951 Gemeinsame Neuwahlen beim AVL und dem Altherrenverband.
1952 Am 13. Juni klauen Luxemburger Studenten Karls Apfel und geben ihn „gereinigt“ zurück.
Kurz darauf feiert der AVL erstmals wieder seit 1932 ein Stiftungsfest. Es ist das 55.
1954 Erster Stammtisch des AHAH Verbandes im Café Monterey.
1955 Die Fußballer des A.V. d’Letzeburger an der T.H. Aachen gewinnen die „Challenge Frank Meyer“ gegen andere Aachener Studentenvereine. Frank Meyer hatte den Pokal gestiftet um durch sportliche Aktivitäten den Austausch des AVL mit den anderen Studenten zu fördern.
1958
  • Gründung der Association nationale des étudiants Ingénieurs luxembourgeois (ANEIL).
  • Reform der Statuten, Vorbild ist nun Lüttich.
1960
  • Gründung der Fakultät Elektrotechnik.
  • Am 25. Mai: Karlspreisverleihung an Ehrenstaatsminister Joseph Bech. Der AVL darf an der Rathaustreppe Aufstellung nehmen.
1961 Neue Tradition begründet: Exkursionen in der Pfingstwoche. Die soll vom 1. bis 3. Juli nach Hupperdange führen. Es waren zuvor auch andere Alternativen erwogen worden aber die Fahrt ins Ösling setzt sich mit 24 Stimmen gegen Helgoland (2) und Amsterdam (15) durch. Allerdings scheitert der Plan und sie fahren doch nach Amsterdam.
1962
  • Erneut große Pläne für eine Exkursion. Berlin, Paris und Dänemark sind im Gespräch. Die Wahl fällt dann auf München. Am Ende wird es aber nur ein Ausflug am 21. Juni in die Eifel.
  • Vorverlegen des BAL in die Zeit um Ostern („vu l’énorme concurrence pendant la semaine de Noël“). Zuvor luden die Aachener immer um Weihnachten ein.
  • Gründung des Aachener Studentenchors durch den Organisten Charles MEYERS und den Solisten Jean MARTIN auf Bitten des Luxemburger Botschafters, um zum Nationalfeiertag das Te Deum in der Kirche Maria Königin zu Köln singen zu können. Er heißt da aber noch nicht Männerchor, ist aber der Beginn einer langen, erfolgreichen und einzigartigen Tradition.
1963
  • Die UNEL führt persönliche Mitgliedskarten für die Studenten ein.
  • Wieder werden viele Ziele erörtert, aber erneut für die Exkursion des AVL nach Amsterdam.
  • Die LASEL organsiert erstmals ein Tournoi de Noel.
1965
  • Neuer Studiengang: Philosophie.
  • Erneute Exkursion nach Amsterdam.
1966
  • Neuer Studiengang: Medizin.
  • Zum Wintersemester sind erstmals 20 Zimmer im Wohnheim für Luxemburger reserviert. Die Mitgliederliste weist allerdings nur wenige Fälle aus (Zwölf an der Adresse Rütscherstrasse 56 und vier in der Turmstrasse 1)
  • Die Generalversammlung vom 14.6.1966 lehnt die Änderung des Namens ab!
1967
  • Neuer Studiengang: Psychologie.
  • Abschaffung der Wehrpflicht in Luxemburg.
  • Austritt des AVL aus dem Verband der Aachener Korporationen (VdAK).
  • Gust Nero beantragt Anfertigung und Verteilen einer Autobesitzerliste. Das Projekt wird nicht verwirklicht.
1969 Zusammenbruch der ASSOSS.
1970
  • Krise bei der UNEL, der Verein verliert in der Folge sehr rasch an Bedeutung.
  • Nach einem Aufruf in den Tageszeitungen, gelingt Jean Thielen die Wiederbelebung der Amicale.
1971 Gründung der Fachhochschule Aachen durch Fusion der staatlichen Aachener Ingenieurschulen für 1. Textilwesen, für 2. Bauwesen, 3. Maschinenwesen, sowie 4. der Kunstgewerbeschule Aachen und der Jülicher Ingenieursschule.
1972
  • Neuer Studiengang: Informatik.
  • Marcel Gallion organisiert erstmals den Nationalfeiertag im Ponttor.
1973 Nach dem Yom-Kippur-Krieg, setzten die arabischen Staaten in der Organisation erdölfördernder Länder (OPEC) eine drastische Erhöhung des Rohölpreises durch. Die Folge ist eine Weltwirtschaftskrise. Viele Aachener Absolventen haben nun Schwierigkeiten eine ihrer Ausbildung entsprechende Anstellung zu finden. Die Studentenzahlen gehen errstmals seit dem zweiten Weltkrieg wieder zurück.
1974
  • Mariette May wird als erste Frau in den Vorstand gewählt.
  • Mietstreik in den Studentenwohnheimen, mit starker Luxemburgischer Beteiligung. Die Mieten waren zuvor von 95 auf 125 Mark erhöht worden.
1977 Besuch des Großherzogs in Aachen.
1979
  • Sehr erfolgreicher “Oochener Bal” mit dem damals sehr bekannten Orchester The Challengers in Steinsel. Viel Geld kommt in die Kasse, um deren Verwendung dann gestritten wird.
  • Ausflug nach Paris im Dezember.
1980
  • Eingliederung der Pädagogischen Hochschule in die RWTH.
  • Neuer Studiengang: Betriebswirtschaftslehre.
  • In der Kasse fehlen 50.000 Franken. Der AVL gerät in eine schwere Krise.
1981
  • Nach der Krise übernimmt eine neue Mannschaft mit neuen Ideen den Vorstand.
  • Erster Glühweinabend am 16. Dezember im Intzekeller (Kellerbar unter dem Otto Intzehaus)
1982
  • Fernand Weiland wird Präsident der Amicale. Er ist der erste, der nicht in der Verbindungszeit in Aachen studiert hatte. Die Legende will, dass er in den Vorstand kam, weil der Verein sein berüchtigtes Verfahren angewand hatte: wenn eine Erneuerung des Vorstandes ausgelobt wurde und sich keine freiwilligen Kandiaten finden, wird derjenige zwangsweise dazu bestimmt, der als letzter zur Versammlung erscheint.
  • Auf jeden Fall nimmt Weiland am 3. Juni wieder Kontakt zum AVL auf und vereinbart gleich mal ein Fußballturnier „di Al géint di Jonk“. So wurde diese bis heute bestehende Tradition begründet, ein feststehender Punkt im Kalender der beiden Vereine. Ab diesem Tag riss die Verbindung nie wieder ab.
  • Der AVL erreicht einen Tiefpunkt in der Beliebtheit und hat nur noch 53 Mitglieder. Die ANEIL gibt für dieses Jahr allein 74 Aachener Ingenieurstudenten an.
  • Im April veranstaltet der AVL zum letzten Mal einen Bal und zwar in der „Al Brauerei“ in Diekirch. Der BAL scheint kein finanzieller Erfolg gewesen zu sein, der Verein organisiert im November eine Lotterie mit Genehmigung der Stadt Luxemburg.
1983 Paul Schlesser zeichnet für die selbstklebenden Abziehbilder fürs Auto und andere Objekte (Autocollant) den Badge des AVL: den biertrinkenden Löwen der sich auf die Bücher stützt. Angedacht war das Projekt schon 1981 und die Bücher sollten zunächst eine Laterne sein, der Wahlspruch „roude Léiw, huel se!“.
1984
  • Gescheiterter Versuch von Pierrot Bis, eine Vereinszeitung herauszugeben.
  • Weil der Botschafter darauf verzichtete die Aachener um ihre Mithilfe beim “Te Deum” zu bitten, beschließen diese spontan dafür dann auf dem Empfang trotzdem zu singen. Keine Kirchenlieder mehr, dafür patriotische, studentische und Volkslieder.
  • Henri Kox führt die “Aweihung” wieder ein.
  • Auf Initiative der Luxemburger Studenten in Karlsruhe (AELK) findet die erste REEL in Luxemburg statt. Präsident Pierrot Bis vertritt den AVL.
1985 Gründung eines Dachverbandes der lokalen Studentenvereine. Er nimmt den Namen Association des Cercles d’étudiants Luxembourgeois (ACEL) an.
1986 Das Luxemburger Volk erhält den Karlspreis, der AVL ist eingeladen.
1988 Sportminister Alain Kieffer organisiert den ersten “Staffellaaf” nach Luxemburg.
1990
  • Sylvain Schrantz erarbeitet zur Vitalisierung des Vereinschors ein Gesangsheft mit dem Namen „Tutebatti“. Verteilt wird es aber erst im nächsten Jahr auf der Generalversammlung.
  • Die erste Liste mit Mitgliedern, die über ein Auto verfügen wird verteilt.
  • André Schwarz gibt die erste Zeitung des AVL heraus.
  • Der Staffellauf fällt aus.
  • Deutschland wird wiedervereinigt, die Luxemburger feiern mit einem eigenen Stand auf dem Marktplatz am 3. Oktober mit.
  • Die Aachener Delegierten nehmen von nun an systematisch an der REEL teil.
1991
  • Im Januar findet erstmals wieder ein „Oochener Bal” statt. Nun, im Melusina in Clausen. Es ist also eigentlich eher eine Disko, wird aber in Anknüpfung an die Bals der 1960er Jahre „Bal“ genannt. Ein wirtschaftlicher Erfolg, nun steht dem Verein erstmals seit 1979 wieder relativ viel Geld zur Verfügung.
  • Erstmals seit langem wird auch wieder ein Vereinsausflug organisiert, es geht nach Antwerpen.
  • Die Kneipe Kaktus eröffnet im Sommersemester in der Pontstraße 121. Gelegen im Knick der Pontstraße am Pontdriesch gegenüber der Kreuzherrenkirche verfügt sie über eine große Terrasse und ist sofort bei den Luxemburger Studenten beliebt.
  • Die Zeitung heißt ab Nummer 3 “Um Karel”. Der Vorschlag ist von Marcel Belche.
  • Überarbeitung der wiederaufgefundenen Statuten.
  • Der AVL konstituiert sich als eine Luxemburgische ASBL und hinterlegt seine Statuten im Luxemburger Handelsregister. Erschreckt von den Kosten verzichtet der Verein danach fast 20 Jahre lang, gelegentliche kleinere Statutenänderungen dorthin zu melden.
  • Weil der Konsul die Nikolausfeier aus Kostengründen nicht mehr veranstaltet, organisiert der AVL sie selber am 5. Dezember im Öcher Brauhaus.
1992
  • Die Generalversammlung genehmigt die überarbeiteten Statuten.
  • Marcel Belche dichtet das “Lidd vum Oochener Student”, nach eigener Aussage am 21. Mai. Damit hat der AVL seine eigene Hymne.
1993
  • Erneute Neufassung der Statuten.
  • Wegen der wirtschaftlichen Rezession gehen die Einnahmen aus den Spenden zurück und zum Ausgleich veranstaltet der AVL erstmals einen zweiten „Bal“ in der Disko Visage. Diesmal im Sommersemester. Weil der AVL aber vom Diskothekenbetreiber um die Eintrittsgelder betrogen wird, ist der Gewinn viel kleiner als erwartet, die Schieflage nicht behoben.
  • Im Oktober gibt es deshalb eine außerordentliche Generalversammlung, eine Arbeitsgruppe wird eingesetzt um im kommenden Jahr einen zweiten Bal zu organisieren.
1994
  • Erster auch wirtschaftlich erfolgreicher zweiter Bal um Ostern in Cessange. Diesmal ein echter Bal in eigener Regie.
  • Im Wintersemester schreiben sich die ersten Portugiesen aus Luxemburg in Aachen ein.
1996
  • Auf Betreiben von Tom Mannes gibt es erstmals einen Internetauftritt des AVL, bereits damals schon unter www.avl.lu.
  • Im Hinblick auf die bevorstehende Hundertjahrfeier setzt der AVL ein Organisationscomité ein.
1997
  • Hundertjahrfeier des AVL mit Unterstützung der Amicale. Viele Veranstaltungen: Ein Empfang in Haaren bei Aachen, eine Séance académique in Luxemburg, mehrere außerordentliche Betriebsbesichtigungen und die Herausgabe einer Festschrift inklusive des Aufsatzes „Rull de Waak“.
  • Die REEL findet erstmals in Aachen statt.
1998 Nach einer Urabstimmung vom 15.-19. Dezember 1997 führt die RWTH das Semesterticket ein. Ab dem Sommersemester 1998 wird der Sozialbeitrag wesentlich erhöht, aber dafür können eingeschriebene Studenten Busse und Regionalbahnen des Aachener Verkehrsverbundes kostenlos nutzen.
1999 Am 4. Mai, direkt im Anschluss an ein Squash Turnier, veranstaltet der AVL das erste belgische Bierfest. Es findet in der MOB statt. Es soll das Sommerpendant zum in den 80er Jahren eingeführten Glühweinfest sein.
2000 Weil das Ponttor renoviert wird, findet die Feier zum Nationalfeiertag erstmals nicht mehr dort statt, sondern erst mal im Gewölbekeller unter dem Hauptgebäude. Eine Rückkehr bleibt auch nach der Renovierung unmöglich, der Name wird aber beigehalten.
2001 Mit Christian Even wird erstmals ein FH Student Präsident des AVL.
2002 Die Amicale ist erstmals auch im Internet vertreten, zunächst noch als Unterseite des Auftrittes des AVL unter www.avl.lu/amicale.
2003
  • Kulturminister Jean-Marie Strasser führt die roten Mützen (Berêts) wieder ein.
  • Eine Statutenänderung der Amicale erlaubt nun auch Absolventen der FH Aachen Vollmitglieder zu werden, der Name wird aber beibehalten.
  • Die Amicale bekommt ihren eigenen Internetauftritt unter www.aachen.lu.
2004 Der Chor des AVL, genannt „Männerchouer“ nimmt unter der Leitung von Pascal Theis, genannt Dirigententheis, eine CD mit Luxemburger Liedern auf.
2005
  • Weitere Neufassung der Statuten.
  • Die REEL findet zum zweiten Mal in Aachen statt. Der Verein gibt dabei einen unveränderten Reprint von „Rull de Waak“ heraus.
2006
  • Das Land NRW führt Studiengebühren ein.
  • Premierminister Jean-Claude Juncker bekommt den Karlspreis und empfängt bei der Gelegenheit die Aachener Studenten in seinem Wohnort Capellen. Deshalb startet der Staffellauf ausnahmsweise in Luxemburg und endigt in Aachen.
2008 Joe Malget organisiert die erste Kulturreise des AVL. Ziel ist Hamburg.
2010
  • Zum letzten Mal findet das Tennisturnier der Amicale statt. Die Veranstaltung war jahrelang von Marc Tock ausgerichtet worden. 2013 versucht die Amicale es noch mal wiederzubeleben, aber es finden sich nicht genügend Teilnehmer.
  • Sowohl die traditionnelle Agape des Ehemaligenvereins als auch der „Männerchouer“ befinden sich in einer Krise. Seit 1997 ist der Auftritt des Männerchors Teil des Programmes der Agape, doch wird die Veranstaltung immer unbeliebter. War das Verhältnis Teilnehmer/ Ehemalige / Studenten im Jahre 2000 noch 111/47/12 war es 2008 im Tiefpunkt 37/17/12.
  • In diesem Jahr ist es, dank neuem aber bald auch wieder ungeliebtem Stammrestaurant im Casino 2000 in Mondorf mit 71/30/16 zwar wieder günstiger, aber der Auftritt des Männerchors misslingt. Sowohl der Präsident als auch der Dirigent sind dem AVL abhanden gekommen und Vize-Präsident Eric Gonderinger gibt sich die grösste Mühe beide Aufgaben zu erfüllen. Danach fällt die Entscheidung, den Männerchor das nächste Jahr nicht mehr einzuladen.
2011
  • Das Land NRW schafft die Studiengebühren wieder ab.
  • Zum letzten Mal gelingt die „Treppeltour“ der Amicale. Es war am 14. Mai im Müllertal. In den beiden Jahren danach scheitert es am schlechten Wetter, danach gibt der Verein es auf.
2012 Die REEL findet zum dritten Mal in Aachen statt.
2015 In Unkenntnis der Statutenreformen von 1993 und 2005 erarbeitet der Vorstand unter Fränk Zenner ausgehend von den Statuten von 1992 eine neue Fassung.
2017 Zum ersten Mal wird mit Annick Hoffmann eine Frau Präsidentin des AVL. Unter deren Führung feiert der AVL sein 120-jähriges Bestehen.
2019 Ab 4. Oktober findet die REEL zum vierten Mal in Aachen statt.
2020 Die Coronakrise hat auch Aachen mit seinen Hochschulen fest im Griff. Onlineunterricht, Verschiebung von Klausurterminen. Der AVL setzt bei der Mitgliederbetreuung auf Onlinespiele.
2022
  • Der AVL feiert sein 125-jähriges Bestehen in Aachen mit Teilnahme zahlreicher Anciens. Schirmherr ist der ehemalige Präsident des AVL von 1990, der Minister für Wohnungsbau und innere Sicherheit Henri Kox.
  • Die Amicale organisiert eine Séance académique in Luxemburg und anschließendem Galadiner. Teilnahme des Schirmherren Minister Henri Kox und zahlreicher Absolventen, Absolventinnen, Studenten und Studentinnen.
2024 Das Fußballturnier AVL vs Amicale, wird erstmals durch eine Olympiade ersetzt. Sie fand auf dem gemeindeeigenen Gelände des Barbecue A Mouschelt in Lintgen statt. Es gab 4 Disziplinen: 1) Beachvolleyball, 2) Pétanque, 3) Wikingerschach und 4) Béierlaf vun 1,5km.